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Schamlos!

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Das beste am Kleinen Arschloch sind seine Kritiker. "Dieser Comicband ist gegen die Menschlichkeit geschrieben", notierte ein erboster Bürger in einem Brief an Zeichner Walter Moers, "mir fällt zu diesem Machwerk nur ein: Satanische Verse" ein anderer. Einer schickte eine Kopie seines Schreibens gar "an das Generalvikariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart". Kurzum: Das Kleine Arschloch ist genau die Comicfigur, vor der uns unsere Eltern immer gewarnt haben. Von unseren Eltern stammen schließlich auch die Leserbriefe. Die Geschichte vom Kleinen Arschloch ist jetzt in Schamlos! nachzulesen. Saumäßig recherchierte Hintergrundberichte, miserabel gezeichnete Skizzen, scheußliche Gemälde-Fakes, beizeiten brillante Comicstrips -- und eben jene Leserbriefe unserer Eltern; und sogar eine Kleine-Arschloch-Maske ist als Gimmick beigegeben. Auch wenn einem der Merchandising-Rummel und die zum Teil bieder kalkulierende Provokation beim Kleinen Arschloch ziemlich auf den Wecker gehen kann, scheinbar skandalöse Wörter wie "ficken" inzwischen zum guten Ton einer spießigen "Spaßkultur" gehören und Käpt'n Blaubär tausendmal besser ist: Schamlos gehört in jeden gut sortierten Bücherschrank. Zumindest dann, wenn unsere Eltern kommen. --Thomas Köster

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Schamlos!, Walter Moers

Sprache
Erscheinungsdatum
2001
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(Hardcover)
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Titel
Schamlos!
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Walter Moers
Verlag
Eichborn
Erscheinungsdatum
2001
Einband
Hardcover
Seitenzahl
144
ISBN10
3821829486
ISBN13
9783821829487
Reihe
Bewertung
4,1 von 5 Sternen
Beschreibung
Das beste am Kleinen Arschloch sind seine Kritiker. "Dieser Comicband ist gegen die Menschlichkeit geschrieben", notierte ein erboster Bürger in einem Brief an Zeichner Walter Moers, "mir fällt zu diesem Machwerk nur ein: Satanische Verse" ein anderer. Einer schickte eine Kopie seines Schreibens gar "an das Generalvikariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart". Kurzum: Das Kleine Arschloch ist genau die Comicfigur, vor der uns unsere Eltern immer gewarnt haben. Von unseren Eltern stammen schließlich auch die Leserbriefe. Die Geschichte vom Kleinen Arschloch ist jetzt in Schamlos! nachzulesen. Saumäßig recherchierte Hintergrundberichte, miserabel gezeichnete Skizzen, scheußliche Gemälde-Fakes, beizeiten brillante Comicstrips -- und eben jene Leserbriefe unserer Eltern; und sogar eine Kleine-Arschloch-Maske ist als Gimmick beigegeben. Auch wenn einem der Merchandising-Rummel und die zum Teil bieder kalkulierende Provokation beim Kleinen Arschloch ziemlich auf den Wecker gehen kann, scheinbar skandalöse Wörter wie "ficken" inzwischen zum guten Ton einer spießigen "Spaßkultur" gehören und Käpt'n Blaubär tausendmal besser ist: Schamlos gehört in jeden gut sortierten Bücherschrank. Zumindest dann, wenn unsere Eltern kommen. --Thomas Köster