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Der Eckenknick oder wie die Bibliotheken sich an den Büchern versündigen

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Es begann mit einem Artikel von Nicholson Baker in «The New Yorker», der die Computerisierung von Bibliothekskatalogen kritisierte und deren Einfluss auf den Charme und die Effizienz eines Bibliotheksbesuchs beleuchtete. Daraufhin erfuhr er von der San Francisco Public Library, die aufgrund von Platzmangel hunderte von Büchern auf eine Müllkippe brachte. Seine Recherchen führten ihn zu den großen amerikanischen und englischen Bibliotheken, die wertvolle Zeitungsbestände nach der Mikroverfilmung auflösten. Baker entdeckte eine Lobby von Bibliothekaren, die von Fortschrittswahn und Raumnot getrieben sind und die Behauptung aufstellen, dass gedrucktes Material auf säurehaltigem Papier «zu Staub verfallen» werde. Diese Gruppe produziert fehlerhafte und benutzerunfreundliche Mikroverfilmungen und digitalisiert Bücher, obwohl die technische Infrastruktur unzureichend ist. Sie ignorieren die Warnungen von Kollegen, die sich für den Erhalt des Bestehenden einsetzen. Der Text informiert und argumentiert, während er die Kraft eines ironischen Manifests entfaltet, das in Amerika zu lebhaften Diskussionen geführt hat. Es wird beschrieben, wie Bibliothekare, oft unbemerkt, über das Schicksal von Büchern entscheiden, indem sie lediglich eine Seite umknicken und deren Zustand beurteilen.

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Der Eckenknick oder wie die Bibliotheken sich an den Büchern versündigen, Nicholson Baker

Sprache
Erscheinungsdatum
2005
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(Hardcover)
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Titel
Der Eckenknick oder wie die Bibliotheken sich an den Büchern versündigen
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Nicholson Baker
Verlag
Rowohlt
Erscheinungsdatum
2005
Einband
Hardcover
ISBN10
3498006266
ISBN13
9783498006266
Reihe
Bewertung
4 von 5 Sternen
Beschreibung
Es begann mit einem Artikel von Nicholson Baker in «The New Yorker», der die Computerisierung von Bibliothekskatalogen kritisierte und deren Einfluss auf den Charme und die Effizienz eines Bibliotheksbesuchs beleuchtete. Daraufhin erfuhr er von der San Francisco Public Library, die aufgrund von Platzmangel hunderte von Büchern auf eine Müllkippe brachte. Seine Recherchen führten ihn zu den großen amerikanischen und englischen Bibliotheken, die wertvolle Zeitungsbestände nach der Mikroverfilmung auflösten. Baker entdeckte eine Lobby von Bibliothekaren, die von Fortschrittswahn und Raumnot getrieben sind und die Behauptung aufstellen, dass gedrucktes Material auf säurehaltigem Papier «zu Staub verfallen» werde. Diese Gruppe produziert fehlerhafte und benutzerunfreundliche Mikroverfilmungen und digitalisiert Bücher, obwohl die technische Infrastruktur unzureichend ist. Sie ignorieren die Warnungen von Kollegen, die sich für den Erhalt des Bestehenden einsetzen. Der Text informiert und argumentiert, während er die Kraft eines ironischen Manifests entfaltet, das in Amerika zu lebhaften Diskussionen geführt hat. Es wird beschrieben, wie Bibliothekare, oft unbemerkt, über das Schicksal von Büchern entscheiden, indem sie lediglich eine Seite umknicken und deren Zustand beurteilen.