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Existenzweisen

Eine Anthropologie der Modernen

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Vor zwanzig Jahren stellte der französische Soziologe und Philosoph Bruno Latour fest, dass wir nie modern gewesen seien, und entwickelte eine „symmetrische Anthropologie“, die die Trennung von Natur und Kultur hinterfragt. In seinem neuen Hauptwerk vertieft er dieses Konzept mit einer „Anthropologie der Modernen“ und untersucht die verschiedenen Existenzweisen von Wissenschaft, Technologie, Recht, Religion, Wirtschaft und Politik in der modernen Welt. Latour beginnt mit der globalen Verflechtung aller Lebensbereiche, die besonders durch das Klimawandelproblem sichtbar wird. Dabei wird deutlich, dass es unterschiedliche Handlungssphären gibt, die jeweils eigene Existenzweisen besitzen: Politiker, Wissenschaftler und Unternehmer agieren in ihren jeweiligen Kontexten und können wissenschaftliche Ergebnisse nicht einfach in politische oder wirtschaftliche Handlungen umsetzen. Diese Existenzmodi sind jedoch nicht unabhängig, sondern durchdringen sich gegenseitig und schaffen gemeinsam Probleme, die auch gemeinsam gelöst werden müssen. Latour plädiert für eine neue Form der „Diplomatie“, die zwischen diesen Existenzweisen vermittelt. Die Zukunft unseres Planeten steht auf dem Spiel, und dieses grundlegende Werk versucht, eine solche diplomatische Vermittlung zu leisten, um endlich modern zu werden.

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Existenzweisen, Bruno Latour

Sprache
Erscheinungsdatum
2014
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(Hardcover)
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Untertitel
Eine Anthropologie der Modernen
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Bruno Latour
Verlag
Suhrkamp
Erscheinungsdatum
2014
Einband
Hardcover
Seitenzahl
666
ISBN10
3518586076
ISBN13
9783518586075
Reihe
Originaltitel
Enquêtes sur les modes d'existence
Bewertung
3,95 von 5 Sternen
Beschreibung
Vor zwanzig Jahren stellte der französische Soziologe und Philosoph Bruno Latour fest, dass wir nie modern gewesen seien, und entwickelte eine „symmetrische Anthropologie“, die die Trennung von Natur und Kultur hinterfragt. In seinem neuen Hauptwerk vertieft er dieses Konzept mit einer „Anthropologie der Modernen“ und untersucht die verschiedenen Existenzweisen von Wissenschaft, Technologie, Recht, Religion, Wirtschaft und Politik in der modernen Welt. Latour beginnt mit der globalen Verflechtung aller Lebensbereiche, die besonders durch das Klimawandelproblem sichtbar wird. Dabei wird deutlich, dass es unterschiedliche Handlungssphären gibt, die jeweils eigene Existenzweisen besitzen: Politiker, Wissenschaftler und Unternehmer agieren in ihren jeweiligen Kontexten und können wissenschaftliche Ergebnisse nicht einfach in politische oder wirtschaftliche Handlungen umsetzen. Diese Existenzmodi sind jedoch nicht unabhängig, sondern durchdringen sich gegenseitig und schaffen gemeinsam Probleme, die auch gemeinsam gelöst werden müssen. Latour plädiert für eine neue Form der „Diplomatie“, die zwischen diesen Existenzweisen vermittelt. Die Zukunft unseres Planeten steht auf dem Spiel, und dieses grundlegende Werk versucht, eine solche diplomatische Vermittlung zu leisten, um endlich modern zu werden.