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Freiem Leben, freiem Lieben bin ich immer treu geblieben

Mit einem Vorwort von Bahman Nirumand

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  • 160 Seiten
  • 6 Lesestunden

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Von den Behörden und dem Bürgertum verbannt: Louise Aston und ihr Kampf für die Freiheit Für ihre männlichen wie auch für viele weiblichen Zeitgenossen war Louise Aston eine Provokation. Eine geschiedene Frau und alleinerziehende Mutter, die mit Männern in Gasthäuser geht, dort über Politik und Religion debattiert, in der Öffentlichkeit Zigarren raucht, die Ehe ein Zwangsinstitut nennt, sich zum Atheismus bekennt und die „freie Liebe“ propagiert: eine deutsche George Sand. Wo sie auftritt, sorgt sie für Aufsehen. „Ehrsame“ Bürger beschweren sich über sie – bis die Behörden schließlich eingreifen und sie aus Berlin, ihrer Wahlheimat als Schriftstellerin, ausweisen. Dagegen – auch das ein Skandal – legt sie öffentlich Protest ein. In ihrem Bericht „Meine Emancipation“ wie auch in ihren Romanen und Gedichten zeigt sich, dass ihr Verstoß gegen die „guten Sitten“ das kleinere Übel war. Sie rief zur Revolution auf, machte die Demokratie zu ihrer Sache. Es ging ihr nicht primär um „Selbstverwirklichung“, das auch. Ihre Emanzipation war vielmehr Teil einer allgemeinen Befreiung aus den Zwängen der herrschenden feudalen und klerikalen Ordnung. Das machte sie für die Staatsmacht zu einer „höchst gefährlichen Person“.

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Freiem Leben, freiem Lieben bin ich immer treu geblieben, Luise Aston

Sprache
Erscheinungsdatum
2023
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(Paperback)
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Titel
Freiem Leben, freiem Lieben bin ich immer treu geblieben
Untertitel
Mit einem Vorwort von Bahman Nirumand
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Luise Aston
Erscheinungsdatum
2023
Einband
Paperback
Seitenzahl
160
ISBN10
3462500074
ISBN13
9783462500073
Reihe
Schlagwörter
Sachbücher
Beschreibung
Von den Behörden und dem Bürgertum verbannt: Louise Aston und ihr Kampf für die Freiheit Für ihre männlichen wie auch für viele weiblichen Zeitgenossen war Louise Aston eine Provokation. Eine geschiedene Frau und alleinerziehende Mutter, die mit Männern in Gasthäuser geht, dort über Politik und Religion debattiert, in der Öffentlichkeit Zigarren raucht, die Ehe ein Zwangsinstitut nennt, sich zum Atheismus bekennt und die „freie Liebe“ propagiert: eine deutsche George Sand. Wo sie auftritt, sorgt sie für Aufsehen. „Ehrsame“ Bürger beschweren sich über sie – bis die Behörden schließlich eingreifen und sie aus Berlin, ihrer Wahlheimat als Schriftstellerin, ausweisen. Dagegen – auch das ein Skandal – legt sie öffentlich Protest ein. In ihrem Bericht „Meine Emancipation“ wie auch in ihren Romanen und Gedichten zeigt sich, dass ihr Verstoß gegen die „guten Sitten“ das kleinere Übel war. Sie rief zur Revolution auf, machte die Demokratie zu ihrer Sache. Es ging ihr nicht primär um „Selbstverwirklichung“, das auch. Ihre Emanzipation war vielmehr Teil einer allgemeinen Befreiung aus den Zwängen der herrschenden feudalen und klerikalen Ordnung. Das machte sie für die Staatsmacht zu einer „höchst gefährlichen Person“.