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Die Schöne Frau Seidenman

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dtv-großdruck »Er liebte Monika, liebte aber auch Frau Irma ... Aber er lebte in grausamen Zeiten.« Der Abiturient und die schöne und kluge Frau Seidenman sind Nachbarn – bis sie als Witwe eines jüdischen Arztes im besetzten Warschau gezwungen ist, mit falschen Papieren unterzutauchen ... »Gelassen, aller pessimistischen Geschichtsbetrachtung zum Trotz, blickt Szczypiorski über die Jahrzehnte zurück auf die finsteren Zeiten, die er selbst einst durchlebt hat, in den Flammen des Warschauer Aufstands und danach im KZ Sachsenhausen. Mit herber Ironie erzählt er von Gerechten wie Schurken, von guten Patrioten und Henkersknechten, Todgeweihten und noch einmal Davongekommenen, deren Geschicke sich verknüpfen zu dramatisch gerafftem Romangeschehen.« (Der Spiegel)

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Die Schöne Frau Seidenman, Andrzej Szczypiorski

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Frau Seidenmann ist zu Beginn der Geschichte Mitte 30 Jahre alt und verwitwet. Ihr Ehemann war ein geschätzter Mediziner. Irma Seidenmann arbeitet intensiv daran, dass wissenschaftliche Erbe ihres Mannes zu archivieren und aufzuarbeiten. Darüber vergisst sie beinahe, dass sie jüdischer Abstammung ist. Als sie die Gefahr erkennt, taucht sie unter einer neuen Identität als Witwe eines verstorbenen polnischen Offiziers Gostomska unter. Ihr Vorteil ist ihr Aussehen. Sie ist blond und blauäugig. Und obgleich ihre Papiere hervorragend sind, wird sie von einem jüdischen Polizeispitzel verraten. Sie wird den Nazis überstellt und bereitet sich auf ihr Ende vor. Unter äußerst glücklichen Umständen wird sie befreit. Hierfür bedarf es des Einsatzes mehrere Personen, die sich in höchste Lebensgefahr bringen. Nach dem Krieg verlässt sie Warschau und lebt in Paris. Der Verfasser zeichnet die Portraits der Akteure gekonnt. Er hat dabei einen sehr eigenen Erzählstil, der unterhaltend und leicht lesbar ist. Allerdings verlangt er seinem Leser allerhand ab. Der Lohn ist der Einblick in unterschiedliche Persönlichkeiten, um deren Gedanken und Lebenswege nachzuvollziehen und dies in fordernden, ungewöhnlichen und lebensbedrohlichen Zeiten. Ich stelle mir vor, dass Szczypiorski ein typischer Vertreter polnischer Literatur ist.