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Und über die Liebe wäre wieder zu sprechen

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Wie sie kommt", "wie sie geht"", "wie sie wiederkommt": die Geliebte, die Liebe. So beginnt Jürg Amann sein langes Gedicht, um sich dann in kurzen Abschnitten langsam vorwä das erste Du, ihr Gesicht im Wachen und im Schlaf, ihre Haut, ihr Atem, ihre Umarmung. Der ganze Fundus der Liebesworte wird gesichtet, Stück für Stück behutsam hervorgeholt, wobei durch inflationären Gebrauch abgenutzte, zum Klischee erstarrte Worte wieder ernst genommen werden und so neue, ungewohnte Intensität gewinnen. Formal ganz schlicht und dadurch umso nachdrücklicher lehnen sich die Verse im Tonfall an das Hohe Lied an, feiern die Liebe als Fest der Sinne und der Seele, als Wunder.Dennoch wird auch Skepsis ausgedrückt; schon in den ersten Zeilen deutet Amann die Möglichkeit des Verlusts an, der in der letzten Zeile, plötzlich und erschreckend, Wirklichkeit wird. Die Erfahrung vom Ende der Liebe kann nicht ausgespart bleiben, ebenso wenig die Gefährdung der Liebe in einer gefährdeten Welt. Doch gerade die Vergänglichkeit und Bedrohtheit, die es in Frage stellen, machen das Sprechen über Liebe zum Postulat.

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Und über die Liebe wäre wieder zu sprechen, Jürg Amann

Sprache
Erscheinungsdatum
1994
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(Hardcover)
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Titel
Und über die Liebe wäre wieder zu sprechen
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Jürg Amann
Verlag
Haymon
Erscheinungsdatum
1994
Einband
Hardcover
ISBN10
3852181739
ISBN13
9783852181738
Reihe
Schlagwörter
Belletristik, Poesie
Beschreibung
Wie sie kommt", "wie sie geht"", "wie sie wiederkommt": die Geliebte, die Liebe. So beginnt Jürg Amann sein langes Gedicht, um sich dann in kurzen Abschnitten langsam vorwä das erste Du, ihr Gesicht im Wachen und im Schlaf, ihre Haut, ihr Atem, ihre Umarmung. Der ganze Fundus der Liebesworte wird gesichtet, Stück für Stück behutsam hervorgeholt, wobei durch inflationären Gebrauch abgenutzte, zum Klischee erstarrte Worte wieder ernst genommen werden und so neue, ungewohnte Intensität gewinnen. Formal ganz schlicht und dadurch umso nachdrücklicher lehnen sich die Verse im Tonfall an das Hohe Lied an, feiern die Liebe als Fest der Sinne und der Seele, als Wunder.Dennoch wird auch Skepsis ausgedrückt; schon in den ersten Zeilen deutet Amann die Möglichkeit des Verlusts an, der in der letzten Zeile, plötzlich und erschreckend, Wirklichkeit wird. Die Erfahrung vom Ende der Liebe kann nicht ausgespart bleiben, ebenso wenig die Gefährdung der Liebe in einer gefährdeten Welt. Doch gerade die Vergänglichkeit und Bedrohtheit, die es in Frage stellen, machen das Sprechen über Liebe zum Postulat.