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'Ich hab nichts. Nicht seinen Rücken. Nicht seine Hand. Auch sein Geruch ist von mir gegangen.' - Als Mas'ud, der Falafelkönig, einem Herzanfall erliegt, einem Messerstich oder einer Bratölverbrennung, ist seine Frau Simona von Sinnen vor Schmerz. Vom Leben nach diesem Verlust erzählen die verwaisten Familienmitglieder: Simona, die, statt den Schutzraum aufzusuchen, auf den Fußballplatz geht und hofft, der Katjuscha-Regen, der den Norden Israels täglich heimsucht, möge endlich über ihr niedergehen. Die Brüder - der verkrüppelte Itzik und Dudi - sind unzertrennlich. Itzik stiftet den Jüngeren zu kleinen Diebestaten an, lässt sich von ihm rasieren und animiert ihn dazu, mit ihm zusammen ein Falkenküken aufzuziehen, um es später 'gegen die Terroristen' einzusetzen. Kobi, der Erstgeborene, hadert grundsätzlich mit seinem Platz im Leben, schließlich wandert er, ohne sich der Bedeutung dessen bewusst zu sein, in das Ehebett der Mutter und spielt den erst nach Masuds Tod geborenen Zwillingen den Vater vor; und schließlich Etti, die unbedingt Radiosprecherin werden will und von einem besseren Leben träumt. Sara Shilos Romandebüt war eine literarische Sensation. Sie schuf eine dichte Sprache aus Emotion und Unmittelbarkeit und gab so denen eine Stimme, die sonst stumm sind: Immigranten ohne Zukunft und deren Kindern, die keine Bildung, aber Träume haben.

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Zwerge kommen hier keine, S. arah Shiloh

Sprache
Erscheinungsdatum
2009
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(Paperback)
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
S. arah Shiloh
Erscheinungsdatum
2009
Einband
Paperback
Seitenzahl
297
ISBN10
3423247169
ISBN13
9783423247160
Reihe
Originaltitel
Shum gamadim lo yavoʾu
Bewertung
3,5 von 5 Sternen
Beschreibung
'Ich hab nichts. Nicht seinen Rücken. Nicht seine Hand. Auch sein Geruch ist von mir gegangen.' - Als Mas'ud, der Falafelkönig, einem Herzanfall erliegt, einem Messerstich oder einer Bratölverbrennung, ist seine Frau Simona von Sinnen vor Schmerz. Vom Leben nach diesem Verlust erzählen die verwaisten Familienmitglieder: Simona, die, statt den Schutzraum aufzusuchen, auf den Fußballplatz geht und hofft, der Katjuscha-Regen, der den Norden Israels täglich heimsucht, möge endlich über ihr niedergehen. Die Brüder - der verkrüppelte Itzik und Dudi - sind unzertrennlich. Itzik stiftet den Jüngeren zu kleinen Diebestaten an, lässt sich von ihm rasieren und animiert ihn dazu, mit ihm zusammen ein Falkenküken aufzuziehen, um es später 'gegen die Terroristen' einzusetzen. Kobi, der Erstgeborene, hadert grundsätzlich mit seinem Platz im Leben, schließlich wandert er, ohne sich der Bedeutung dessen bewusst zu sein, in das Ehebett der Mutter und spielt den erst nach Masuds Tod geborenen Zwillingen den Vater vor; und schließlich Etti, die unbedingt Radiosprecherin werden will und von einem besseren Leben träumt. Sara Shilos Romandebüt war eine literarische Sensation. Sie schuf eine dichte Sprache aus Emotion und Unmittelbarkeit und gab so denen eine Stimme, die sonst stumm sind: Immigranten ohne Zukunft und deren Kindern, die keine Bildung, aber Träume haben.