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Der Kommandant

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Jürg Amann hat die Aufzeichnungen von Auschwitz-Kommandant Rudolf Höß vor seiner Hinrichtung zu einem erschütternden Monolog verdichtet, der den Leser in den Kopf eines Massenmörders eintauchen lässt. Höß' Selbstzeugnisse, entstanden zwischen seiner Verhaftung und seiner Verurteilung, sind geprägt von einer erschreckenden Naivität und Kaltblütigkeit. In diesen Aufzeichnungen, die ohne jegliche Reue verfasst wurden, findet sich eine Antwort auf die Fiktion, die in Werken wie Jonathan Littells Roman zu finden ist, der sich empathisch mit einem NS-Täter auseinandersetzt. Amann hat die fast dreihundert Seiten umfassenden Dokumente durch einen dramaturgischen Prozess der Strukturierung und Verdichtung auf ihre Essenz reduziert. Das Ergebnis ist ein Monodrama in sechzehn Stationen, das die Realität ungeschönt widerspiegelt. Nichts ist erfunden, kaum ein Wort hinzugefügt oder verändert; alles ist durch das gelebte Leben Höß' gedeckt. Diese Arbeit zwingt den Leser, sich mit der schockierenden Realität auseinanderzusetzen, die oft geleugnet wird, und konfrontiert ihn mit der Abgründigkeit menschlichen Handelns.

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Der Kommandant, Jürg Amann

Sprache
Erscheinungsdatum
2011
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(Hardcover)
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Jürg Amann
Verlag
Arche
Erscheinungsdatum
2011
Einband
Hardcover
Seitenzahl
108
ISBN10
3716026395
ISBN13
9783716026397
Reihe
Bewertung
3,75 von 5 Sternen
Beschreibung
Jürg Amann hat die Aufzeichnungen von Auschwitz-Kommandant Rudolf Höß vor seiner Hinrichtung zu einem erschütternden Monolog verdichtet, der den Leser in den Kopf eines Massenmörders eintauchen lässt. Höß' Selbstzeugnisse, entstanden zwischen seiner Verhaftung und seiner Verurteilung, sind geprägt von einer erschreckenden Naivität und Kaltblütigkeit. In diesen Aufzeichnungen, die ohne jegliche Reue verfasst wurden, findet sich eine Antwort auf die Fiktion, die in Werken wie Jonathan Littells Roman zu finden ist, der sich empathisch mit einem NS-Täter auseinandersetzt. Amann hat die fast dreihundert Seiten umfassenden Dokumente durch einen dramaturgischen Prozess der Strukturierung und Verdichtung auf ihre Essenz reduziert. Das Ergebnis ist ein Monodrama in sechzehn Stationen, das die Realität ungeschönt widerspiegelt. Nichts ist erfunden, kaum ein Wort hinzugefügt oder verändert; alles ist durch das gelebte Leben Höß' gedeckt. Diese Arbeit zwingt den Leser, sich mit der schockierenden Realität auseinanderzusetzen, die oft geleugnet wird, und konfrontiert ihn mit der Abgründigkeit menschlichen Handelns.