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Vielleicht Esther

Geschichten

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Hieß sie wirklich Esther, die Großmutter des Vaters, die 1941 im besetzten Kiew allein in der Wohnung der geflohenen Familie zurückblieb? Die jiddischen Worte, die sie vertrauensvoll an die deutschen Soldaten auf der Straße richtete – wer hat sie gehört? Und als die Soldaten die Babuschka erschossen, 'mit nachlässiger Routine' – wer hat am Fenster gestanden und zugeschaut? In Kiew und Mauthausen, Warschau und Wien legt Katja Petrowskaja Fragmente eines zerbrochenen Familienmosaiks frei – Stoff für einen Epochenroman, erzählt in lapidaren Geschichten. Die Autorin schreibt von ihren Reisen zu den Schauplätzen, reflektiert über ein zersplittertes, traumatisiertes Jahrhundert und rückt Figuren ins Bild, deren Gesichter nicht mehr erkennbar sind. Ungläubigkeit, Skrupel und ein Sinn für Komik wirken in jedem Satz dieses eindringlichen Buches.

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Vielleicht Esther, Katja Petrowskaja

Sprache
Erscheinungsdatum
2015
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(Paperback),
Buchzustand
Gebraucht - Gut
Preis
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4,0
Sehr gut
506 Bewertung

Sehr interessanter Reisebericht der in eine fragmentarische Familiengeschichte verwoben wurde. Der Schreibstil liegt mir sehr. Stimmig und sehr gekonnt finde ich die kluge Schilderung psychischer Ausnahmezustände. Zuvor hatte ich Ihren inspirierenden Band über Fotografie gelesen.

Titel
Vielleicht Esther
Untertitel
Geschichten
Sprache
Deutsch
Verlag
Suhrkamp
Erscheinungsdatum
2015
Einband
Paperback
Seitenzahl
285
ISBN10
3518465961
ISBN13
9783518465967
Reihe
Erstveröffentlichung
2010
Originaltitel
Vielleicht Esther
Bewertung
3,95 von 5 Sternen
Beschreibung
Hieß sie wirklich Esther, die Großmutter des Vaters, die 1941 im besetzten Kiew allein in der Wohnung der geflohenen Familie zurückblieb? Die jiddischen Worte, die sie vertrauensvoll an die deutschen Soldaten auf der Straße richtete – wer hat sie gehört? Und als die Soldaten die Babuschka erschossen, 'mit nachlässiger Routine' – wer hat am Fenster gestanden und zugeschaut? In Kiew und Mauthausen, Warschau und Wien legt Katja Petrowskaja Fragmente eines zerbrochenen Familienmosaiks frei – Stoff für einen Epochenroman, erzählt in lapidaren Geschichten. Die Autorin schreibt von ihren Reisen zu den Schauplätzen, reflektiert über ein zersplittertes, traumatisiertes Jahrhundert und rückt Figuren ins Bild, deren Gesichter nicht mehr erkennbar sind. Ungläubigkeit, Skrupel und ein Sinn für Komik wirken in jedem Satz dieses eindringlichen Buches.