Das war keine leichte Kost, aber was für ein Erlebnis! Ich habe mich gefühlt, als würde ich selbst mit Hans Castorp auf diesem seltsamen Berghof festsitzen, irgendwo zwischen Fieberthermometern und Philosophie. Das Buch zwingt einen zum Nachdenken: über Zeit, Krankheit, Leben und Tod. Und obwohl es so sperrig wirkt, entfaltet es eine ganz eigene Magie.
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Wenn irgendwann einmal ein Preis für den besten Buchtitel vergeben werden sollte, würde Thomas Manns <i>Zauberberg</i> ganz oben auf der Liste stehen. Schon der Titel weckt Neugier auf eine magische Welt. Doch das Buch entführt nicht in fremde Feenwelten, sondern entfaltet eine eigene, klare Magie. Die erste magische Leistung ist, eine Handlung, die in einem Satz zusammengefasst werden kann, auf 1.000 Seiten auszudehnen: Der junge Hamburger Hans Castorp, aus einer Patrizierfamilie, lebt bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs sieben Jahre in einem Schweizer Luxussanatorium für Lungenkranke, ohne selbst krank zu sein. Die zweite magische Leistung ist die Sprache Manns, die auch in tausend Jahren nichts von ihrer Kraft verlieren wird. Die dritte ist die Behandlung der Figuren, die mehr sind als bloße Protagonisten; sie repräsentieren das geistige Leben einer Ära, deren Ende während Manns Schaffenszeit am Zauberberg stattfand. Die vierte, vielleicht zauberhafteste Leistung ist das Spiel mit dem Leser und dessen Lesegeschwindigkeit. Mann schafft es, dass zehn Minuten Lesen dem Leser wie eine halbe Stunde vorkommen, genau dann, wenn Hans Castorp denkt, er habe eine halbe Stunde geträumt. Elf Jahre widmete Mann diesem Werk, das ursprünglich nur eine Fortsetzung des Themas aus <i>Tod in Venedig</i> sein sollte. Es wurde zu einem der meistgelesenen deutschen Romane – zu Recht.
Sprache
Buchkauf
Der Zauberberg, Thomas Mann
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 1997
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- (Hardcover),
- Buchzustand
- Gebraucht - Gut
- Preis
- € 14,99
Ich finde, es ist ein Muss für jeden Literaturliebhaber. Und für alle, die sich für die Umstände und die Politik der Zeit vor dem ersten Weltkrieg interessieren.
- Titel
- Der Zauberberg
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Thomas Mann
- Verlag
- S. Fischer
- Erscheinungsdatum
- 1997
- Einband
- Hardcover
- Seitenzahl
- 1001
- ISBN10
- 3100484045
- ISBN13
- 9783100484048
- Reihe
- Schlagwörter
- Deutsche Literatur, Tod, Gesellschaft, Krankheiten, Schweiz, Zeit, Philosophische Belletristik, Mitteleuropäische Literatur, Tuberkulose, Sanatorium
- Erstveröffentlichung
- 1924
- Originaltitel
- Der Zauberberg
- Bewertung
- 4,1 von 5 Sternen
- Beschreibung
- Wenn irgendwann einmal ein Preis für den besten Buchtitel vergeben werden sollte, würde Thomas Manns <i>Zauberberg</i> ganz oben auf der Liste stehen. Schon der Titel weckt Neugier auf eine magische Welt. Doch das Buch entführt nicht in fremde Feenwelten, sondern entfaltet eine eigene, klare Magie. Die erste magische Leistung ist, eine Handlung, die in einem Satz zusammengefasst werden kann, auf 1.000 Seiten auszudehnen: Der junge Hamburger Hans Castorp, aus einer Patrizierfamilie, lebt bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs sieben Jahre in einem Schweizer Luxussanatorium für Lungenkranke, ohne selbst krank zu sein. Die zweite magische Leistung ist die Sprache Manns, die auch in tausend Jahren nichts von ihrer Kraft verlieren wird. Die dritte ist die Behandlung der Figuren, die mehr sind als bloße Protagonisten; sie repräsentieren das geistige Leben einer Ära, deren Ende während Manns Schaffenszeit am Zauberberg stattfand. Die vierte, vielleicht zauberhafteste Leistung ist das Spiel mit dem Leser und dessen Lesegeschwindigkeit. Mann schafft es, dass zehn Minuten Lesen dem Leser wie eine halbe Stunde vorkommen, genau dann, wenn Hans Castorp denkt, er habe eine halbe Stunde geträumt. Elf Jahre widmete Mann diesem Werk, das ursprünglich nur eine Fortsetzung des Themas aus <i>Tod in Venedig</i> sein sollte. Es wurde zu einem der meistgelesenen deutschen Romane – zu Recht.

















































































