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Gedichte in der Fassung der Erstdrucke

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Im vorliegenden Band sind alle gedruckten und auch die zu Lebzeiten Benns ungedruckten Gedichte enthalten.Benns Dichtung hat die Themen des europäischen Nihilismus in einer Sprache formuliert, deren Faszinationskraft bis heute nicht verblaßt ist. 1912 tritt er mit den schockierend zynischen Gedichten der "Morgue" an die Öffentlichkeit, den Primat der Ratio und der Geschichte radikal verwerfend. Zwischen den Kriegen wird die wilde Formlosigkeit des Anfangs durch Metrum und Reim abgelöst, durch einen Stil, in dem das "lyrische Ich" der Formtradition folgt. Benns Gedichte bannen das Material der Geschichte in Chiffren, die sich zum "Valse triste", zum Abschiedsgestus, zur Lebensstimmung des "Aprèslude" fügen. Seine Ästhetik, die gegen die finale Lage ihrer Epoche die "Transzendenz der schöpferischen Lust" setzt, hat bis in unsere Tage unabsehbare Wirkung auf die deutsche Literatur gehabt.

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Gedichte in der Fassung der Erstdrucke, Gottfried Benn

Sprache
Erscheinungsdatum
1992
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(Paperback),
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Titel
Gedichte in der Fassung der Erstdrucke
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Gottfried Benn
Erscheinungsdatum
1992
Einband
Paperback
Seitenzahl
685
ISBN10
3596252318
ISBN13
9783596252312
Reihe
Kuratierte Auswahl
Fischer
Originaltitel
Sämtliche Werke, Stuttgarter Ausgabe
Bewertung
4,1 von 5 Sternen
Beschreibung
Im vorliegenden Band sind alle gedruckten und auch die zu Lebzeiten Benns ungedruckten Gedichte enthalten.Benns Dichtung hat die Themen des europäischen Nihilismus in einer Sprache formuliert, deren Faszinationskraft bis heute nicht verblaßt ist. 1912 tritt er mit den schockierend zynischen Gedichten der "Morgue" an die Öffentlichkeit, den Primat der Ratio und der Geschichte radikal verwerfend. Zwischen den Kriegen wird die wilde Formlosigkeit des Anfangs durch Metrum und Reim abgelöst, durch einen Stil, in dem das "lyrische Ich" der Formtradition folgt. Benns Gedichte bannen das Material der Geschichte in Chiffren, die sich zum "Valse triste", zum Abschiedsgestus, zur Lebensstimmung des "Aprèslude" fügen. Seine Ästhetik, die gegen die finale Lage ihrer Epoche die "Transzendenz der schöpferischen Lust" setzt, hat bis in unsere Tage unabsehbare Wirkung auf die deutsche Literatur gehabt.