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Morgenwelt

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  • 606 Seiten
  • 22 Lesestunden

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Der Roman spielt mit der Vorstellung, dass die gesamte Menschheit auf der kleinen Insel Sansibar Platz finden könnte, wenn sie dicht gedrängt nebeneinander stünde. Zu Beginn des Buches passen alle Menschen darauf, während sie im Verlauf der Geschichte zunehmend im Wasser stehen. Dies spiegelt das zentrale Thema des unaufhaltsamen Wachstums der Menschheit wider, oft als "Überbevölkerung" bezeichnet. Brunner verortet diese bedrohliche Menschenmasse nicht in Afrika oder Asien, sondern in Nordamerika, wo das Leben unter dem künstlichen Himmel von Manhattan unerträglich geworden ist. Nur eine kleine Elite kann die Vorteile der modernen Technik genießen, während der Rest mit Werbung und minderwertigen Produkten auskommen muss und auf die genetischen Voraussetzungen hofft, um Kinder zeugen zu dürfen. Die Erzählweise ist ebenso radikal wie die Weltsicht: Neben ineinander verschachtelten Handlungssträngen finden sich Werbeeinblendungen, Zeitungszitate und Momentaufnahmen zufällig ausgewählter Personen. Was zunächst zusammenhanglos erscheint, entfaltet sich nach und nach zu einer umfassenden Darstellung der Menschheit im 21. Jahrhundert. Trotz der Vielzahl an Details bleibt die Handlung durchgehend spannend und fesselnd.

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Morgenwelt, John Brunner

Sprache
Erscheinungsdatum
1991
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(Paperback),
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Beschädigt
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Titel
Morgenwelt
Sprache
Deutsch
Autor*innen
John Brunner
Verlag
Heyne
Erscheinungsdatum
1991
Einband
Paperback
Seitenzahl
606
ISBN10
3453306538
ISBN13
9783453306530
Reihe
Originaltitel
Stand on Zanzibar
Bewertung
3,95 von 5 Sternen
Beschreibung
Der Roman spielt mit der Vorstellung, dass die gesamte Menschheit auf der kleinen Insel Sansibar Platz finden könnte, wenn sie dicht gedrängt nebeneinander stünde. Zu Beginn des Buches passen alle Menschen darauf, während sie im Verlauf der Geschichte zunehmend im Wasser stehen. Dies spiegelt das zentrale Thema des unaufhaltsamen Wachstums der Menschheit wider, oft als "Überbevölkerung" bezeichnet. Brunner verortet diese bedrohliche Menschenmasse nicht in Afrika oder Asien, sondern in Nordamerika, wo das Leben unter dem künstlichen Himmel von Manhattan unerträglich geworden ist. Nur eine kleine Elite kann die Vorteile der modernen Technik genießen, während der Rest mit Werbung und minderwertigen Produkten auskommen muss und auf die genetischen Voraussetzungen hofft, um Kinder zeugen zu dürfen. Die Erzählweise ist ebenso radikal wie die Weltsicht: Neben ineinander verschachtelten Handlungssträngen finden sich Werbeeinblendungen, Zeitungszitate und Momentaufnahmen zufällig ausgewählter Personen. Was zunächst zusammenhanglos erscheint, entfaltet sich nach und nach zu einer umfassenden Darstellung der Menschheit im 21. Jahrhundert. Trotz der Vielzahl an Details bleibt die Handlung durchgehend spannend und fesselnd.