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'Der Fürst der Welt', verfasst von Erika Mitterer im Jahr 1939, ist eine subtile Kritik am politischen System der Zeit. Der Roman thematisiert, wie das Böse Menschen ergreifen kann, die nicht von Natur aus schlecht sind, sondern durch Gleichgültigkeit beeinflusst werden. Er bietet ein eindrucksvolles Bild des Lebens im frühen 16. Jahrhundert in vorreformatorischem Deutschland, einer Zeit des Niedergangs des Adels, von Bauernaufständen, dem Aufstieg des Handelskapitalismus, sowie der Inquisition. Theresa, eine der Protagonistinnen, wird aufgrund ihrer alltäglichen Freundlichkeiten der Hexerei verdächtigt und schließlich verbrannt. Ihre Schwester Maria Michaela, die Priorin eines Klosters ist, wird von ihrem Beichtvater manipuliert. Der Roman zeigt, wie Massenhysterie und Frustration eine solide Bürgerschaft zu bösartigem Klatsch und Wahnsinn verleiten können, was zu Rache durch Denunziation führt und Liebende sowie Familien auseinanderreißt. Der einzige Intellektuelle im Werk bleibt hilflos. Diese impliziten Assoziationen mit dem Hitler-Regime führten nach der Veröffentlichung in Norwegen zu einer plötzlichen Papierknappheit, die eine Neuauflage in Deutschland verhinderte.
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Der Fürst der Welt, Erika Mitterer
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 1988
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- (Hardcover)
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- Titel
- Der Fürst der Welt
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Erika Mitterer
- Verlag
- Verlag Volk und Welt
- Erscheinungsdatum
- 1988
- Einband
- Hardcover
- Seitenzahl
- 646
- ISBN10
- 3353002588
- ISBN13
- 9783353002587
- Reihe
- Schlagwörter
- Belletristik, Weltliteratur, Krimi & Thriller
- Bewertung
- 4 von 5 Sternen
- Beschreibung
- 'Der Fürst der Welt', verfasst von Erika Mitterer im Jahr 1939, ist eine subtile Kritik am politischen System der Zeit. Der Roman thematisiert, wie das Böse Menschen ergreifen kann, die nicht von Natur aus schlecht sind, sondern durch Gleichgültigkeit beeinflusst werden. Er bietet ein eindrucksvolles Bild des Lebens im frühen 16. Jahrhundert in vorreformatorischem Deutschland, einer Zeit des Niedergangs des Adels, von Bauernaufständen, dem Aufstieg des Handelskapitalismus, sowie der Inquisition. Theresa, eine der Protagonistinnen, wird aufgrund ihrer alltäglichen Freundlichkeiten der Hexerei verdächtigt und schließlich verbrannt. Ihre Schwester Maria Michaela, die Priorin eines Klosters ist, wird von ihrem Beichtvater manipuliert. Der Roman zeigt, wie Massenhysterie und Frustration eine solide Bürgerschaft zu bösartigem Klatsch und Wahnsinn verleiten können, was zu Rache durch Denunziation führt und Liebende sowie Familien auseinanderreißt. Der einzige Intellektuelle im Werk bleibt hilflos. Diese impliziten Assoziationen mit dem Hitler-Regime führten nach der Veröffentlichung in Norwegen zu einer plötzlichen Papierknappheit, die eine Neuauflage in Deutschland verhinderte.






