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Emotionen sind entweder angeboren oder durch die Gesellschaft geformt. In unserem gewohnten „Gefühlserlebnis“ zeigt sich, dass Scham Kraft erzeugen kann, Angst wertvoll ist und Langeweile erlernt wird. Mut hingegen ist situationsabhängig und variiert mit der Zeit. Von den 19. bis zum 20. Jahrhundert vermitteln zahlreiche Bestseller der Kinderliteratur und Erziehungsratgeber aus verschiedenen Ländern die Bedeutung von Emotionen und schulen Kinder im Umgang mit Gefühlen. Zwischen 1870 und 1970 fand eine intensive Diskussion über die Emotionen von Kindern statt. Vor dieser Zeit galt es als selbstverständlich, dass Kinder unschuldig sind und Erziehung benötigen, um gesund zu wachsen. Diese Sichtweise führte dazu, dass Eltern die Verantwortung für die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Kinder trugen, was Ängste hervorrief. Nach den 1970er Jahren gewannen Medien wie Fernsehen und Computer an Einfluss, während das Lesen zuvor entscheidend war. Das Lesen von Kinderliteratur ist eine wichtige Lernmethode, durch die Kinder Emotionen erleben, nachahmen und in praktisches Wissen umwandeln. In verschiedenen Werken lernen Kinder über Eltern-Kind-Beziehungen, Scham, Trennungsangst und interkulturelle Empathie. Diese Literatur ermutigt sie, Angst zu akzeptieren und Verantwortung für ihre Emotionen zu übernehmen. In der modernen Gesellschaft, in der Kinder mit emotionaler Leere konfrontiert sind, wird die Fähigkeit zur Emotionskontrolle zu e
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Wie Kinder fühlen lernten, Ute Frevert
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 2021
Keiner hat bisher bewertet.
- Titel
- Wie Kinder fühlen lernten
- Untertitel
- Kinderliteratur und Erziehungsratgeber 1870 – 1970
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Ute Frevert
- Verlag
- Juventa Verlag GmbH
- Erscheinungsdatum
- 2021
- Seitenzahl
- 350
- ISBN10
- 3779962799
- ISBN13
- 9783779962793
- Reihe
- Schlagwörter
- Sachbücher, Sozialwissenschaften, Lehrbücher, Universitätslehrbücher
- Beschreibung
- Emotionen sind entweder angeboren oder durch die Gesellschaft geformt. In unserem gewohnten „Gefühlserlebnis“ zeigt sich, dass Scham Kraft erzeugen kann, Angst wertvoll ist und Langeweile erlernt wird. Mut hingegen ist situationsabhängig und variiert mit der Zeit. Von den 19. bis zum 20. Jahrhundert vermitteln zahlreiche Bestseller der Kinderliteratur und Erziehungsratgeber aus verschiedenen Ländern die Bedeutung von Emotionen und schulen Kinder im Umgang mit Gefühlen. Zwischen 1870 und 1970 fand eine intensive Diskussion über die Emotionen von Kindern statt. Vor dieser Zeit galt es als selbstverständlich, dass Kinder unschuldig sind und Erziehung benötigen, um gesund zu wachsen. Diese Sichtweise führte dazu, dass Eltern die Verantwortung für die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Kinder trugen, was Ängste hervorrief. Nach den 1970er Jahren gewannen Medien wie Fernsehen und Computer an Einfluss, während das Lesen zuvor entscheidend war. Das Lesen von Kinderliteratur ist eine wichtige Lernmethode, durch die Kinder Emotionen erleben, nachahmen und in praktisches Wissen umwandeln. In verschiedenen Werken lernen Kinder über Eltern-Kind-Beziehungen, Scham, Trennungsangst und interkulturelle Empathie. Diese Literatur ermutigt sie, Angst zu akzeptieren und Verantwortung für ihre Emotionen zu übernehmen. In der modernen Gesellschaft, in der Kinder mit emotionaler Leere konfrontiert sind, wird die Fähigkeit zur Emotionskontrolle zu e