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Der implizite Leser

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Wie keine andere Kunstform konfrontiert der Roman seine Leser mit Umständen, die aus ihrem eigenen Umfeld sozialer und historischer Normen entstehen, und regt sie an, ihre Umgebung zu bewerten und zu kritisieren. Durch die Analyse bedeutender Werke der englischen Fiktion, die von Bunyan, Fielding, Scott und Thackeray bis hin zu Joyce und Beckett reichen, bietet der renommierte Kritiker Wolfgang Iser hier einen Rahmen für eine Theorie solcher literarischen Effekte und ästhetischen Reaktionen. Isers Fokus liegt auf dem Thema der Entdeckung, wobei dem Leser die Möglichkeit gegeben wird, die Mängel seiner eigenen Existenz zu erkennen und die vorgeschlagenen Lösungen zu finden, um diese auszugleichen. Der Inhalt und die Form dieser Entdeckung sind die kalkulierte Reaktion des Lesers – des impliziten Lesers. Bei der Entdeckung der Erwartungen und Voraussetzungen, die all seinen Wahrnehmungen zugrunde liegen, lernt der Leser, sich selbst so zu lesen, wie er den Text liest.

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Der implizite Leser, Wolfgang Iser

Sprache
Erscheinungsdatum
1994
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Wolfgang Iser
Erscheinungsdatum
1994
Seitenzahl
420
ISBN10
3825201635
ISBN13
9783825201630
Reihe
Beschreibung
Wie keine andere Kunstform konfrontiert der Roman seine Leser mit Umständen, die aus ihrem eigenen Umfeld sozialer und historischer Normen entstehen, und regt sie an, ihre Umgebung zu bewerten und zu kritisieren. Durch die Analyse bedeutender Werke der englischen Fiktion, die von Bunyan, Fielding, Scott und Thackeray bis hin zu Joyce und Beckett reichen, bietet der renommierte Kritiker Wolfgang Iser hier einen Rahmen für eine Theorie solcher literarischen Effekte und ästhetischen Reaktionen. Isers Fokus liegt auf dem Thema der Entdeckung, wobei dem Leser die Möglichkeit gegeben wird, die Mängel seiner eigenen Existenz zu erkennen und die vorgeschlagenen Lösungen zu finden, um diese auszugleichen. Der Inhalt und die Form dieser Entdeckung sind die kalkulierte Reaktion des Lesers – des impliziten Lesers. Bei der Entdeckung der Erwartungen und Voraussetzungen, die all seinen Wahrnehmungen zugrunde liegen, lernt der Leser, sich selbst so zu lesen, wie er den Text liest.