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Der Ignorant und der Wahnsinnige

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In diesem faszinierenden Meisterwerk mit dem rätselhaften, vieldeutigen Titel "Der Ignorant und der Wahnsinnige" wird die forensische Wissenschaft beauftragt, die prächtigste und strahlendste aller Opern von Mozart, die Zauberflöte, zu zerlegen und zu analysieren. Gleichzeitig wird mit der Präzision eines Skalpells die Beziehung zwischen Eltern und Kind sowie die Beziehung zwischen Künstler, Bühne und Publikum untersucht, wobei die Verantwortlichkeiten auf beiden Seiten dargestellt werden. Doch auch die forensische Wissenschaft ist dazu verurteilt, sich um ihre für alle anderen unverständliche Selbstreferenzialität zu drehen. Alle Helden des Werkes - die Diva, der Vater, der Doktor, die Kostümbildnerin, der Kellner - haben nicht einmal Namen. Sie sind dazu verurteilt, nur das zu sein, was ihre Rolle andeutet. Die Menschen sind somit keine Menschen mehr, sondern Marionetten, die in vorgezeichneten Rollen gefangen sind. Das Theater ist für Bernhard kein Ort des Spiels und der Forschung; selbst die Rollen binden die Schauspieler an ihr Recht auf autonome Existenz, sie beschränken und komprimieren sie durch die Sklaverei der Wiederholung, die sie verlangen.

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Der Ignorant und der Wahnsinnige, Thomas Bernhard

Sprache
Erscheinungsdatum
1972
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(Hardcover),
Buchzustand
Beschädigt
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Thomas Bernhard
Erscheinungsdatum
1972
Einband
Hardcover
Reihe
Schlagwörter
Sachbücher
Bewertung
3,95 von 5 Sternen
Beschreibung
In diesem faszinierenden Meisterwerk mit dem rätselhaften, vieldeutigen Titel "Der Ignorant und der Wahnsinnige" wird die forensische Wissenschaft beauftragt, die prächtigste und strahlendste aller Opern von Mozart, die Zauberflöte, zu zerlegen und zu analysieren. Gleichzeitig wird mit der Präzision eines Skalpells die Beziehung zwischen Eltern und Kind sowie die Beziehung zwischen Künstler, Bühne und Publikum untersucht, wobei die Verantwortlichkeiten auf beiden Seiten dargestellt werden. Doch auch die forensische Wissenschaft ist dazu verurteilt, sich um ihre für alle anderen unverständliche Selbstreferenzialität zu drehen. Alle Helden des Werkes - die Diva, der Vater, der Doktor, die Kostümbildnerin, der Kellner - haben nicht einmal Namen. Sie sind dazu verurteilt, nur das zu sein, was ihre Rolle andeutet. Die Menschen sind somit keine Menschen mehr, sondern Marionetten, die in vorgezeichneten Rollen gefangen sind. Das Theater ist für Bernhard kein Ort des Spiels und der Forschung; selbst die Rollen binden die Schauspieler an ihr Recht auf autonome Existenz, sie beschränken und komprimieren sie durch die Sklaverei der Wiederholung, die sie verlangen.