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Zwei Krankengeschichten

»Rattenmann« / »Wolfsmann«

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Der vorliegende Band enthält die beiden bekanntesten Krankengeschichten des Begründers der Psychoanalyse: die des »Rattenmanns« aus dem Jahr 1909 und die des »Wolfsmanns«, die 1914 niedergeschrieben und 1918 veröffentlicht wurde. Der »Rattenmann« erhielt sein Pseudonym aufgrund einer sadistischen Zwangsvorstellung, während der »Wolfsmann« wegen seiner Angst vor Wölfen benannt wurde. Beide Patienten litten an schwerer Neurose; der »Rattenmann« war Jurist, der »Wolfsmann« ein russischer Großgrundbesitzer. In der Behandlung des »Rattenmanns« gelang Freud tiefgreifende Einsichten in Zwangsvorstellungen, den Konflikt zwischen Liebe und Hass sowie in die Vorstellung von der »Allmacht der Gedanken«. Bei der Analyse des »Wolfsmanns« entdeckte er eine »Kinderneurose«, die er aus den Berichten des erwachsenen Patienten ableitete. Diese klinischen Fälle lieferten Freud Beweise für die infantile Sexualität und ermöglichten die Präzisierung psychoanalytischer Konzepte wie des »negativen Ödipuskomplexes« und der »Urszene«. Die Texte sind zudem Beispiele für Freuds außergewöhnliche schriftstellerische Fähigkeit, komplexe psychoanalytische Inhalte in eine lineare Krankengeschichte zu verwandeln. Carl Nedelmann bezeichnet sie als »Dreh- und Angelpunkte der Erforschung des Unbewußten« und thematisiert in seiner Einleitung die aktuelle Kontroverse über die Verführungstheorie.

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Zwei Krankengeschichten, Sigmund Freud

Sprache
Erscheinungsdatum
1996
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(Paperback)
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Titel
Zwei Krankengeschichten
Untertitel
»Rattenmann« / »Wolfsmann«
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Sigmund Freud
Verlag
Fischer
Erscheinungsdatum
1996
Einband
Paperback
ISBN10
3596104491
ISBN13
9783596104499
Reihe
Schlagwörter
Sachbücher
Bewertung
4 von 5 Sternen
Beschreibung
Der vorliegende Band enthält die beiden bekanntesten Krankengeschichten des Begründers der Psychoanalyse: die des »Rattenmanns« aus dem Jahr 1909 und die des »Wolfsmanns«, die 1914 niedergeschrieben und 1918 veröffentlicht wurde. Der »Rattenmann« erhielt sein Pseudonym aufgrund einer sadistischen Zwangsvorstellung, während der »Wolfsmann« wegen seiner Angst vor Wölfen benannt wurde. Beide Patienten litten an schwerer Neurose; der »Rattenmann« war Jurist, der »Wolfsmann« ein russischer Großgrundbesitzer. In der Behandlung des »Rattenmanns« gelang Freud tiefgreifende Einsichten in Zwangsvorstellungen, den Konflikt zwischen Liebe und Hass sowie in die Vorstellung von der »Allmacht der Gedanken«. Bei der Analyse des »Wolfsmanns« entdeckte er eine »Kinderneurose«, die er aus den Berichten des erwachsenen Patienten ableitete. Diese klinischen Fälle lieferten Freud Beweise für die infantile Sexualität und ermöglichten die Präzisierung psychoanalytischer Konzepte wie des »negativen Ödipuskomplexes« und der »Urszene«. Die Texte sind zudem Beispiele für Freuds außergewöhnliche schriftstellerische Fähigkeit, komplexe psychoanalytische Inhalte in eine lineare Krankengeschichte zu verwandeln. Carl Nedelmann bezeichnet sie als »Dreh- und Angelpunkte der Erforschung des Unbewußten« und thematisiert in seiner Einleitung die aktuelle Kontroverse über die Verführungstheorie.