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Bambule

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Geschrieben im Jahr 1970 für ein Fernsehprogramm der Bundesrepublik Deutschland, präsentiert dieses Drehbuch einen unbekannten Aspekt von Ulrike Meinhof, die vor allem für die dramatischen Ereignisse des deutschen Terrorismus und ihr tragisches und emblematisches Ende in den Gefängnissen von Stammheim bekannt ist. Tatsächlich war Meinhof, bevor sie in den Untergrund ging, in erster Linie eine Kulturschaffende, Journalistin von Beruf und eine politische Aktivistin von großer Menschlichkeit, wie dieses Schriftstück bezeugt. Aber es gibt noch mehr: 1970 ist ein entscheidendes Jahr im Leben von Meinhof: das Jahr, in dem die Radikalisierung ihrer Positionen sie auf den Weg des bewaffneten Kampfes führen wird. Und dies spiegelt sich in "Ammutinamento" wider. Die Geschichte, die die Ereignisse eines Mädchengruppen in einem Jugendheim in Westberlin erzählt und von der Autorin persönlich analysiert wird, verläuft entlang einer Analyse und einer poetischen Sensibilität, die nichts der Banalität des politischen Schematismus oder dem veralteten Paternalismus opfert. Die Geschichte von Irene, Monica, Iv will keine exemplarische Geschichte sein, wird aber gerade durch ihren tiefen Wahrheitsgehalt dazu. Das Bewusstsein der Protagonistinnen ist ein implizites Anerkennen ihrer eigenen Marginalisierung und der Gewalt der Institutionen. Es ist der finale und kulminierende Moment, der den Aufstand auslösen wird.

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Bambule, Ulrike Meinhof

Sprache
Erscheinungsdatum
1971
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(Paperback)
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Titel
Bambule
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Ulrike Meinhof
Verlag
Wagenbach
Erscheinungsdatum
1971
Einband
Paperback
Reihe
Schlagwörter
Sachbücher
Bewertung
4 von 5 Sternen
Beschreibung
Geschrieben im Jahr 1970 für ein Fernsehprogramm der Bundesrepublik Deutschland, präsentiert dieses Drehbuch einen unbekannten Aspekt von Ulrike Meinhof, die vor allem für die dramatischen Ereignisse des deutschen Terrorismus und ihr tragisches und emblematisches Ende in den Gefängnissen von Stammheim bekannt ist. Tatsächlich war Meinhof, bevor sie in den Untergrund ging, in erster Linie eine Kulturschaffende, Journalistin von Beruf und eine politische Aktivistin von großer Menschlichkeit, wie dieses Schriftstück bezeugt. Aber es gibt noch mehr: 1970 ist ein entscheidendes Jahr im Leben von Meinhof: das Jahr, in dem die Radikalisierung ihrer Positionen sie auf den Weg des bewaffneten Kampfes führen wird. Und dies spiegelt sich in "Ammutinamento" wider. Die Geschichte, die die Ereignisse eines Mädchengruppen in einem Jugendheim in Westberlin erzählt und von der Autorin persönlich analysiert wird, verläuft entlang einer Analyse und einer poetischen Sensibilität, die nichts der Banalität des politischen Schematismus oder dem veralteten Paternalismus opfert. Die Geschichte von Irene, Monica, Iv will keine exemplarische Geschichte sein, wird aber gerade durch ihren tiefen Wahrheitsgehalt dazu. Das Bewusstsein der Protagonistinnen ist ein implizites Anerkennen ihrer eigenen Marginalisierung und der Gewalt der Institutionen. Es ist der finale und kulminierende Moment, der den Aufstand auslösen wird.