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Der Weltverbesserer

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In den tiefsten Ecken der menschlichen Seele einzudringen und die Leidenschaft und Begeisterung, die in ihr wehen, in aller Nacktheit zu offenbaren, ist für Thomas Bernhard ein Ausweg aus der ständigen Umklammerung von Pessimismus, Schmerz, Todesangst und der Sorge um das Verschwinden. Wie in seinen anderen Werken diskutiert Bernhard auch in seinen dramatischen Texten, die sich um künstlerisch gewichtige Themen drehen, durch intellektuelle Figuren die Philosophie, Kunst und Wissenschaft bis ins kleinste Detail. Er scheut sich nicht, seine Kritik, seinen Groll und Hass in einer herabsetzenden und gnadenlosen Haltung sowie in einer erschütternden und originellen Sprache zum Ausdruck zu bringen. Im Zentrum des Stücks „Der Weltverbesserer“ steht ein kahler, lahmer, obsessiver und von niemandem bekannter Wissenschaftler. Als der Wert seiner Arbeit „Eine Untersuchung über die Verbesserung der Welt“ Jahre später erkannt wird, erhält dieser Wissenschaftler den Ehrendoktor, nachdem er zuvor von seiner Universität entlassen wurde. Der Leser wird in die seelische und gedankliche Welt dieses Wissenschaftlers eingeführt und erkennt in der Figur des Bernhard-Helden eine andere Dimension des Menschen, wird Zeuge der Spannung zwischen einer komplexen, unentschlossenen Seele und einem denkenden Geist.

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Der Weltverbesserer, Thomas Bernhard

Sprache
Erscheinungsdatum
1979
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(Hardcover)
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Titel
Der Weltverbesserer
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Thomas Bernhard
Verlag
Suhrkamp
Erscheinungsdatum
1979
Einband
Hardcover
ISBN10
3518016466
ISBN13
9783518016466
Reihe
Bewertung
3,45 von 5 Sternen
Beschreibung
In den tiefsten Ecken der menschlichen Seele einzudringen und die Leidenschaft und Begeisterung, die in ihr wehen, in aller Nacktheit zu offenbaren, ist für Thomas Bernhard ein Ausweg aus der ständigen Umklammerung von Pessimismus, Schmerz, Todesangst und der Sorge um das Verschwinden. Wie in seinen anderen Werken diskutiert Bernhard auch in seinen dramatischen Texten, die sich um künstlerisch gewichtige Themen drehen, durch intellektuelle Figuren die Philosophie, Kunst und Wissenschaft bis ins kleinste Detail. Er scheut sich nicht, seine Kritik, seinen Groll und Hass in einer herabsetzenden und gnadenlosen Haltung sowie in einer erschütternden und originellen Sprache zum Ausdruck zu bringen. Im Zentrum des Stücks „Der Weltverbesserer“ steht ein kahler, lahmer, obsessiver und von niemandem bekannter Wissenschaftler. Als der Wert seiner Arbeit „Eine Untersuchung über die Verbesserung der Welt“ Jahre später erkannt wird, erhält dieser Wissenschaftler den Ehrendoktor, nachdem er zuvor von seiner Universität entlassen wurde. Der Leser wird in die seelische und gedankliche Welt dieses Wissenschaftlers eingeführt und erkennt in der Figur des Bernhard-Helden eine andere Dimension des Menschen, wird Zeuge der Spannung zwischen einer komplexen, unentschlossenen Seele und einem denkenden Geist.