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Der Verrat von 1204 [zwölfhundertvier]

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Die Folgen des Falls von Konstantinopel im Jahr 1204 sind bis heute spürbar. Die Zerschlagung des Oströmischen Reiches durch Venezianer und Kreuzfahrer öffnete den Türken den Weg nach Europa, führte zur späteren "balkanischen Frage" und schuf ein günstiges Klima für die Teilung zwischen Ost- und Westeuropa. Neunhundert Jahre lang war diese bedeutende christliche Stadt, die die Handelswege zwischen Asien, Russland und Europa beherrschte, ein Wachturm an der Schwelle zur Zivilisation, gestützt durch eine mächtige Armee und raffinierte Diplomatie. Die Zerstörung Konstantinopels ist ein erschreckendes Beispiel für die Folgen von Dummheit, Neid, Gier und politischem Opportunismus. Der griechische Historiker Niketas Choniates beschrieb die Kreuzfahrer mit den Worten: "Weder lebendig noch tot haben sie verschont. Sie haben Gott beleidigt und jede Sünde begangen." Die Ironie des Vierten Kreuzzugs liegt darin, dass die Kreuzfahrer, die Ägypten erobern und das Heilige Land befreien wollten, letztlich dem Islam die Eroberung Osteuropas erleichterten und den Schisma zwischen der orthodoxen und der katholischen Kirche über Jahrhunderte hinweg zementierten.

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Der Verrat von 1204 [zwölfhundertvier], Ernle Bradford

Sprache
Erscheinungsdatum
1978
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(Hardcover)
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Ernle Bradford
Erscheinungsdatum
1978
Einband
Hardcover
Seitenzahl
321
ISBN10
3800408554
ISBN13
9783800408559
Reihe
Originaltitel
The great betrayal
Bewertung
5 von 5 Sternen
Beschreibung
Die Folgen des Falls von Konstantinopel im Jahr 1204 sind bis heute spürbar. Die Zerschlagung des Oströmischen Reiches durch Venezianer und Kreuzfahrer öffnete den Türken den Weg nach Europa, führte zur späteren "balkanischen Frage" und schuf ein günstiges Klima für die Teilung zwischen Ost- und Westeuropa. Neunhundert Jahre lang war diese bedeutende christliche Stadt, die die Handelswege zwischen Asien, Russland und Europa beherrschte, ein Wachturm an der Schwelle zur Zivilisation, gestützt durch eine mächtige Armee und raffinierte Diplomatie. Die Zerstörung Konstantinopels ist ein erschreckendes Beispiel für die Folgen von Dummheit, Neid, Gier und politischem Opportunismus. Der griechische Historiker Niketas Choniates beschrieb die Kreuzfahrer mit den Worten: "Weder lebendig noch tot haben sie verschont. Sie haben Gott beleidigt und jede Sünde begangen." Die Ironie des Vierten Kreuzzugs liegt darin, dass die Kreuzfahrer, die Ägypten erobern und das Heilige Land befreien wollten, letztlich dem Islam die Eroberung Osteuropas erleichterten und den Schisma zwischen der orthodoxen und der katholischen Kirche über Jahrhunderte hinweg zementierten.