Gratis Versand ab € 16,99. Mehr Infos.
Bookbot

Dialektische Psychologie

Adornos Rezeption der Psychoanalyse

Autor*innen

Mehr zum Buch

Der Band untersucht die Rezeption von Theodor W. Adornos Psychoanalyse im Nachkriegsdeutschland, die für eine ganze Generation von Studenten prägend war. Diese wird heute oft als überzogen und realitätsfremd kritisiert. Der Ausgangspunkt ist der 1952 veröffentlichte Aufsatz "Die revidierte Psychoanalyse", in dem Adorno eine auf therapeutische Praxis ausgerichtete Lesart kritisiert, die Freuds Wahrheit im Sinne einer soziologischen "Verbesserung" einschränkt. Dieses Urteil richtet sich insbesondere gegen Erich Fromm, Karen Horney und andere "Revisionisten" und wird von Adorno und seinen Schülern in einem entschiedenen Gestus wiederholt. Wolfgang Bock zeigt, dass es unveröffentlichte englische Manuskripte zu diesem Aufsatz gibt, die sich auf zwei bisher unberücksichtigte Kontexte beziehen: Walter Benjamins Gesellschaftstheorie und die faschistische Praxis des arisierten Berliner Instituts für Psychoanalyse während der NS-Zeit. Das Buch dokumentiert die verschiedenen Fassungen und erläutert die Entwicklung vom Vortragsmanuskript zur späteren deutschen Übersetzung. Es wird deutlich, dass Adorno in den frühen Fassungen offener argumentiert und damit seinen späteren Kritikern näher ist, als diese annehmen. Das Bild von Adornos Umgang mit der Psychoanalyse muss somit selbst revidiert werden.

Buchkauf

Dialektische Psychologie, Wolfgang Bock

Sprache
Erscheinungsdatum
2017
product-detail.submit-box.info.binding
(Paperback)
Wir benachrichtigen dich per E-Mail.

Lieferung

  • Gratis Versand ab 16,99 € in ganz Österreich! Mehr Infos.

Zahlungsmethoden

Keiner hat bisher bewertet.Abgeben

Titel
Dialektische Psychologie
Untertitel
Adornos Rezeption der Psychoanalyse
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Wolfgang Bock
Erscheinungsdatum
2017
Einband
Paperback
Seitenzahl
788
ISBN10
3658153245
ISBN13
9783658153243
Reihe
Beschreibung
Der Band untersucht die Rezeption von Theodor W. Adornos Psychoanalyse im Nachkriegsdeutschland, die für eine ganze Generation von Studenten prägend war. Diese wird heute oft als überzogen und realitätsfremd kritisiert. Der Ausgangspunkt ist der 1952 veröffentlichte Aufsatz "Die revidierte Psychoanalyse", in dem Adorno eine auf therapeutische Praxis ausgerichtete Lesart kritisiert, die Freuds Wahrheit im Sinne einer soziologischen "Verbesserung" einschränkt. Dieses Urteil richtet sich insbesondere gegen Erich Fromm, Karen Horney und andere "Revisionisten" und wird von Adorno und seinen Schülern in einem entschiedenen Gestus wiederholt. Wolfgang Bock zeigt, dass es unveröffentlichte englische Manuskripte zu diesem Aufsatz gibt, die sich auf zwei bisher unberücksichtigte Kontexte beziehen: Walter Benjamins Gesellschaftstheorie und die faschistische Praxis des arisierten Berliner Instituts für Psychoanalyse während der NS-Zeit. Das Buch dokumentiert die verschiedenen Fassungen und erläutert die Entwicklung vom Vortragsmanuskript zur späteren deutschen Übersetzung. Es wird deutlich, dass Adorno in den frühen Fassungen offener argumentiert und damit seinen späteren Kritikern näher ist, als diese annehmen. Das Bild von Adornos Umgang mit der Psychoanalyse muss somit selbst revidiert werden.