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- 261 Seiten
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Obwohl die Fabel unbestritten eine der wichtigsten Gattungen der Aufklarungsliteratur darstellt, ist sie von der literaturwissenschaftlichen Forschung bislang kaum untersucht worden. Zu oft hat man ihr in der Vergangenheit Trivialitat unterstellt und sie als blosse Gebrauchliteratur verstanden. Dagegen wurde der dichtungstheoretische Diskussionszusammenhang ignoriert, in dem sie im 18. Jahrhundert steht. Dieser Diskussionszusammenhang wird in der vorliegenden Studie erstmals umfassend rekonstruiert. Dabei werden neben den Fabeltexten endlich auch die theoretischen Fabelabhandlungen systematisch auf Basis der Erstausgaben ausgewertet. Die chronologische Darstellung zeigt, wie sich die Fabeldiskussion der Aufklarung in drei Phasen um die zentrale Frage dreht, wie die Moralwirkung von Dichtung gesichert werden kann, vermag so die Bedingungen der aussergewohnlichen Karriere der Fabel zwischen 1730/40 bis 1770 im Detail zu kontextualisieren. Dabei gelingen wichtige Umakzentuierungen und eine Fulle von Neudeutungen: Nicht nur zeigt sich, wie das heutige Fabelbild sich in der aufklarerischen Diskussion erst langsam herausbildet. Indem der zentrale Einfluss von Autoren wie Daniel Wilhelm Triller, Johann Jacob Bodmer und Johann Jacob Breitinger hervorgehoben wird, ist auch eine Neubewertung von Lessings Fabelkonzept moglich, dessen Verankerung im Gattungskontext hier zum ersten Mal im Einzelnen dargelegt wird.
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Literatur | Kultur | Theorie - 17: Die Kunst des moralischen Dichtens, Kristin Eichhorn, Sabina Becker, Christoph Bode, Hans Edwin Friedrich, Oliver Jahraus, Christoph Reinlandt
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