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Globale, multiple und postkoloniale Modernen

Zentrum und Peripherie

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Die internationale Soziologie im 21. Jahrhundert ist durch eine paradoxe Lage geprägt. Einerseits stehen modernisierungstheoretische Ansätze, die die Transformation postkommunistischer und die fortschreitende Modernisierung peripherer sowie postkolonialer Gesellschaften als entscheidende Schritte zur Universalisierung des westlich-europäischen Modells betrachten. Andererseits gibt es kritische soziologische Ansätze, die die unterschiedlichen Modernisierungsprozesse in diesen Gesellschaften und die konfliktreiche globale Moderne als Beleg dafür ansehen, dass sich die globalisierte Welt nicht nach europäischen Mustern entwickelt oder entwickeln sollte. Vor diesem Hintergrund verfolgt der Sammelband zwei Hauptziele. Erstens werden kritisch anti-eurozentrische Ansätze, insbesondere aus der weltsystemtheoretischen und postkolonialen Perspektive, exemplarisch vorgestellt und mit dem multiplen Modernitätsansatz konfrontiert, der als kritische Revision eurozentrischer Theorien gilt. Dies soll nicht nur theoretische Kontroversen dokumentieren, sondern auch die Beziehungen zwischen unterschiedlichen Theorieströmungen verdeutlichen. Zweitens werden Analyserichtungen hervorgehoben, die eine historisch-soziologische, relationale Methodologie zur Analyse peripherer, kolonialer und postkolonialer Gesellschaften vorschlagen oder anwenden.

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Globale, multiple und postkoloniale Modernen, Manuela Boatca, Wilfried Spohn, Hauke Brunkhorst, Sergio Costa, Wenzel Matiaske, Marcelo Neves

Sprache
Erscheinungsdatum
2010
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(Paperback)
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Titel
Globale, multiple und postkoloniale Modernen
Untertitel
Zentrum und Peripherie
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2010
Einband
Paperback
Seitenzahl
361
ISBN10
3866184670
ISBN13
9783866184671
Reihe
Beschreibung
Die internationale Soziologie im 21. Jahrhundert ist durch eine paradoxe Lage geprägt. Einerseits stehen modernisierungstheoretische Ansätze, die die Transformation postkommunistischer und die fortschreitende Modernisierung peripherer sowie postkolonialer Gesellschaften als entscheidende Schritte zur Universalisierung des westlich-europäischen Modells betrachten. Andererseits gibt es kritische soziologische Ansätze, die die unterschiedlichen Modernisierungsprozesse in diesen Gesellschaften und die konfliktreiche globale Moderne als Beleg dafür ansehen, dass sich die globalisierte Welt nicht nach europäischen Mustern entwickelt oder entwickeln sollte. Vor diesem Hintergrund verfolgt der Sammelband zwei Hauptziele. Erstens werden kritisch anti-eurozentrische Ansätze, insbesondere aus der weltsystemtheoretischen und postkolonialen Perspektive, exemplarisch vorgestellt und mit dem multiplen Modernitätsansatz konfrontiert, der als kritische Revision eurozentrischer Theorien gilt. Dies soll nicht nur theoretische Kontroversen dokumentieren, sondern auch die Beziehungen zwischen unterschiedlichen Theorieströmungen verdeutlichen. Zweitens werden Analyserichtungen hervorgehoben, die eine historisch-soziologische, relationale Methodologie zur Analyse peripherer, kolonialer und postkolonialer Gesellschaften vorschlagen oder anwenden.