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Selbst und Selbstverlust

Psychopathologische, neurowissenschaftliche und kulturphilosophische Perspektiven

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Das Subjekt wird in der neuzeitlichen Vorstellung als feste Instanz des Wissens betrachtet, während das Selbst einer Person ein Verhältnis darstellt, das immer sprachlich und kulturell vermittelt ist und somit nie vollständig bei sich selbst bleibt. Das Selbstverhältnis ist prinzipiell offen und verweist auf individuelle Erfahrungen, die auch die Diskussion über das „Verschwinden des Subjekts“ in der Postmoderne überdauern. Der Sammelband, entstanden aus einer Tagung an der Berliner Charité, zielt darauf ab, dem schwer fassbaren Begriff des Selbst aus verschiedenen Perspektiven Konturen zu verleihen. In der Psychiatrie und Psychoanalyse zeigt sich, was es bedeutet, man selbst zu sein, am besten durch Phänomene des Selbstverlusts. Die Betrachtung des Pathologischen dient nicht dem Rückschluss auf ein normales Selbstverhältnis, sondern dem Nachweis der Labilität und Prekarität des psychischen Selbst. Neurowissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die hirnphysiologischen Grundlagen von Selbstbezügen als komplexe Prozesse verstanden werden müssen, die ein Verhältnis zwischen Organismus und Umwelt herstellen. Abschließend beleuchten kulturphilosophische Beiträge das Selbst als Produkt zwischenmenschlicher Beziehungen und gesellschaftlicher Strukturen. Der Band enthält Beiträge von mehreren Wissenschaftlern, die unterschiedliche Aspekte des Selbst untersuchen.

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Selbst und Selbstverlust, Dirk Quadflieg

Sprache
Erscheinungsdatum
2008
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(Paperback),
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Titel
Selbst und Selbstverlust
Untertitel
Psychopathologische, neurowissenschaftliche und kulturphilosophische Perspektiven
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Dirk Quadflieg
Verlag
Parodos
Erscheinungsdatum
2008
Einband
Paperback
Seitenzahl
242
ISBN10
3938880171
ISBN13
9783938880173
Reihe
Beschreibung
Das Subjekt wird in der neuzeitlichen Vorstellung als feste Instanz des Wissens betrachtet, während das Selbst einer Person ein Verhältnis darstellt, das immer sprachlich und kulturell vermittelt ist und somit nie vollständig bei sich selbst bleibt. Das Selbstverhältnis ist prinzipiell offen und verweist auf individuelle Erfahrungen, die auch die Diskussion über das „Verschwinden des Subjekts“ in der Postmoderne überdauern. Der Sammelband, entstanden aus einer Tagung an der Berliner Charité, zielt darauf ab, dem schwer fassbaren Begriff des Selbst aus verschiedenen Perspektiven Konturen zu verleihen. In der Psychiatrie und Psychoanalyse zeigt sich, was es bedeutet, man selbst zu sein, am besten durch Phänomene des Selbstverlusts. Die Betrachtung des Pathologischen dient nicht dem Rückschluss auf ein normales Selbstverhältnis, sondern dem Nachweis der Labilität und Prekarität des psychischen Selbst. Neurowissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die hirnphysiologischen Grundlagen von Selbstbezügen als komplexe Prozesse verstanden werden müssen, die ein Verhältnis zwischen Organismus und Umwelt herstellen. Abschließend beleuchten kulturphilosophische Beiträge das Selbst als Produkt zwischenmenschlicher Beziehungen und gesellschaftlicher Strukturen. Der Band enthält Beiträge von mehreren Wissenschaftlern, die unterschiedliche Aspekte des Selbst untersuchen.