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Dasein als Versuchung

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Cioran versteht das berühmte Gebot der »Widerspruchsfreiheit « nicht als Widerspruchsverbot, sondern als grenzenlose Freiheit zum Widerspruch. Gedanklich wie stilistisch ist Ciorans Werk eines der wichtigsten Zeugnisse für das Weltverständnis unserer Zeit. Wenn Lustgewinn zur Rechtfertigung des Denkens wird, dann liegt dieser Lustgewinn vor allem in der Sprache selbst. Ganze Passagen dieses Buches lesen sich wie die reinste Poesie. Die Fragezeichen bleiben, und die Antwort wird der geistigen Aktivität des Lesers überlassen; gerade dies macht die anspruchsvolle Lektüre zum intellektuellen Vergnügen. »Wenn man den Stil unserer Zeit betrachtet, stellt man sich unwillkürlich die Frage nach den Ursachen seiner Verderbnis. Der moderne Künstler ist ein Einsamer und schreibt nur für sich selbst oder für ein Publikum, von dem er sich keine genaue Vorstellung macht. Da er an eine Epoche gebunden ist, bemüht er sich, ihre Gesichtszüge darzustellen, aber diese Epoche ist notgedrungen gesichtslos.«

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Dasein als Versuchung, Emil Cioran

Sprache
Erscheinungsdatum
2011
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(Hardcover)
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Emil Cioran
Erscheinungsdatum
2011
Einband
Hardcover
Seitenzahl
260
ISBN10
3608939563
ISBN13
9783608939569
Reihe
Bewertung
4 von 5 Sternen
Beschreibung
Cioran versteht das berühmte Gebot der »Widerspruchsfreiheit « nicht als Widerspruchsverbot, sondern als grenzenlose Freiheit zum Widerspruch. Gedanklich wie stilistisch ist Ciorans Werk eines der wichtigsten Zeugnisse für das Weltverständnis unserer Zeit. Wenn Lustgewinn zur Rechtfertigung des Denkens wird, dann liegt dieser Lustgewinn vor allem in der Sprache selbst. Ganze Passagen dieses Buches lesen sich wie die reinste Poesie. Die Fragezeichen bleiben, und die Antwort wird der geistigen Aktivität des Lesers überlassen; gerade dies macht die anspruchsvolle Lektüre zum intellektuellen Vergnügen. »Wenn man den Stil unserer Zeit betrachtet, stellt man sich unwillkürlich die Frage nach den Ursachen seiner Verderbnis. Der moderne Künstler ist ein Einsamer und schreibt nur für sich selbst oder für ein Publikum, von dem er sich keine genaue Vorstellung macht. Da er an eine Epoche gebunden ist, bemüht er sich, ihre Gesichtszüge darzustellen, aber diese Epoche ist notgedrungen gesichtslos.«