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Im Wintersemester 1920-1921 hielt der junge Martin Heidegger eine Vorlesung mit dem Titel „Einführung in die Phänomenologie der Religion“. Es war das erste und letzte Mal, dass er sich vollständig mit diesem Thema beschäftigte. Im ersten Teil widmet er sich ausführlich der vorangehenden Frage, die phänomenologische Methode zu bestimmen und abzugrenzen, um sie an das anzupassen, was er als faktisches Leben bezeichnet, während der zweite Teil die ursprüngliche Erfahrung des Apostels Paulus analysiert. Im Gegensatz zur damaligen Exegese betrachtet Heidegger die paulinischen Briefe nicht als doktrinäre Schriften, sondern als Dokumente der eigenen Lebenserfahrung des Paulus als Gläubigen. So bietet er eine Analyse der Auffassung vom Leben im Christentum, die von der Erwartung der bevorstehenden Ankunft des Messias geprägt ist. In Heideggers Phänomenologie der Religion findet der Leser eine außergewöhnliche Analyse der ursprünglichen Erfahrung von Religiosität, in der die primitive christliche Sicht auf das faktische Leben zum Ausdruck kommt. Darüber hinaus dringt Heidegger bis zum religiösen Phänomen und der grundlegenden religiösen Erfahrung vor und zeigt so die konstitutiven Momente der menschlichen Erfahrung, die im eigenen, im gemeinsamen und im umgebenden Welt artikuliert sind.
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Gesamtausgabe, Abteilung II. Vorlesungen 1923-44, Band 60, Martin Heidegger
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 1995
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- Titel
- Gesamtausgabe, Abteilung II. Vorlesungen 1923-44, Band 60
- Untertitel
- Phänomenologie des religiösen Lebens
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Martin Heidegger
- Verlag
- Klostermann
- Erscheinungsdatum
- 1995
- ISBN10
- 3465028457
- ISBN13
- 9783465028451
- Reihe
- Schlagwörter
- Religiöse Themen, Vorlesungen
- Beschreibung
- Im Wintersemester 1920-1921 hielt der junge Martin Heidegger eine Vorlesung mit dem Titel „Einführung in die Phänomenologie der Religion“. Es war das erste und letzte Mal, dass er sich vollständig mit diesem Thema beschäftigte. Im ersten Teil widmet er sich ausführlich der vorangehenden Frage, die phänomenologische Methode zu bestimmen und abzugrenzen, um sie an das anzupassen, was er als faktisches Leben bezeichnet, während der zweite Teil die ursprüngliche Erfahrung des Apostels Paulus analysiert. Im Gegensatz zur damaligen Exegese betrachtet Heidegger die paulinischen Briefe nicht als doktrinäre Schriften, sondern als Dokumente der eigenen Lebenserfahrung des Paulus als Gläubigen. So bietet er eine Analyse der Auffassung vom Leben im Christentum, die von der Erwartung der bevorstehenden Ankunft des Messias geprägt ist. In Heideggers Phänomenologie der Religion findet der Leser eine außergewöhnliche Analyse der ursprünglichen Erfahrung von Religiosität, in der die primitive christliche Sicht auf das faktische Leben zum Ausdruck kommt. Darüber hinaus dringt Heidegger bis zum religiösen Phänomen und der grundlegenden religiösen Erfahrung vor und zeigt so die konstitutiven Momente der menschlichen Erfahrung, die im eigenen, im gemeinsamen und im umgebenden Welt artikuliert sind.



