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Sensible Wege und frühe Gedichte

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  • 143 Seiten
  • 6 Lesestunden

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Reiner Kunzes Lyrik erkundet sensible Wege, oft unbequeme, mit einem zurückhaltenden, präzisen Ton, der leise, aber unüberhörbar ist. Politische Themen schwingen unterschwellig mit, selbst in seinen Liebesgedichten, die zu den schönsten der deutschen Sprache zählen. Schon in seinen frühen Gedichten aus den fünfziger und frühen sechziger Jahren zeigt sich Kunze als ein Dichter, der scharf hinsieht und leise spricht. Hinter bildkräftigen, zarten lyrischen Wendungen bezieht er unmissverständlich Stellung: Er verteidigt das Poetische gegenüber bloß Inhaltlichem und schützt das Individuelle – eine Herausforderung in einem sozialistischen Staat, der die Rechte des Einzelnen gering schätzt. In der Sammlung 'sensible wege', die ihm 1969 im Westen zum literarischen Durchbruch verhalf, wird Kunzes Solidarität mit dem tschechischen und slowakischen Volk sowie sein Protest gegen den Einmarsch der russischen Armee deutlich. Diese behutsamen Gedichte üben in überraschenden, prägnanten Bildern Kritik, ohne das Lyrische aus den Augen zu verlieren. Kunzes Werke sind empfindsame, tiefgründige Gebilde, deren gesellschaftliche Dimension im Poetischen verborgen bleibt.

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Sensible Wege und frühe Gedichte, Reiner Kunze

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Erscheinungsdatum
1996
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(Paperback),
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Reiner Kunze
Erscheinungsdatum
1996
Einband
Paperback
Seitenzahl
143
ISBN10
3596132711
ISBN13
9783596132713
Reihe
Beschreibung
Reiner Kunzes Lyrik erkundet sensible Wege, oft unbequeme, mit einem zurückhaltenden, präzisen Ton, der leise, aber unüberhörbar ist. Politische Themen schwingen unterschwellig mit, selbst in seinen Liebesgedichten, die zu den schönsten der deutschen Sprache zählen. Schon in seinen frühen Gedichten aus den fünfziger und frühen sechziger Jahren zeigt sich Kunze als ein Dichter, der scharf hinsieht und leise spricht. Hinter bildkräftigen, zarten lyrischen Wendungen bezieht er unmissverständlich Stellung: Er verteidigt das Poetische gegenüber bloß Inhaltlichem und schützt das Individuelle – eine Herausforderung in einem sozialistischen Staat, der die Rechte des Einzelnen gering schätzt. In der Sammlung 'sensible wege', die ihm 1969 im Westen zum literarischen Durchbruch verhalf, wird Kunzes Solidarität mit dem tschechischen und slowakischen Volk sowie sein Protest gegen den Einmarsch der russischen Armee deutlich. Diese behutsamen Gedichte üben in überraschenden, prägnanten Bildern Kritik, ohne das Lyrische aus den Augen zu verlieren. Kunzes Werke sind empfindsame, tiefgründige Gebilde, deren gesellschaftliche Dimension im Poetischen verborgen bleibt.