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Diese Zeichnungen und Texte sind ein Versuch zur Standortbestimmung in einer von Bewegung und Veränderung gekennzeichneten Zeit. Veränderung und Anpassung tauschen nicht darüber hinweg, daß auch heute für die humane Existenz das Ererbte ebenso unvermeidlich wie unerläßlich ist. Die Vergangenheit ist interpretierbar, nicht aber auch austauschbar. Es steht uns nicht frei, mit ihr oder ohne sie zu leben. Gegenwart und Zukunft wachsen aus ihr und tragen die gleiche Narbe im Gesicht. Sie hat einen langen Atem und verleiht auch den unscheinbaren Dingen Beständigkeit. Oder doch die Illusion von Beständigkeit. Denn die Zeit verwandelt auch das Bleibende oder setzt uns doch andere Brillen auf für dieselbe Kurzsichtigkeit. So kann auch die Standortbestimmung nicht auf der Suche nach einem Fixpunkt sein. Religionen und Ideologien machen deutlich, daß Standorte versetzbar sind. Aber es ist jeweils nur eine Versetzung in eine andere Ebene nicht auch in eine andere Rotation. Kein Verlust ist somit endgültig, jeder Gewinn ist nur ein Wiedergewinn. Alles war schon, und alles muß neu erworben werden.
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Begegnung und Verwandlung, Gert Fabritius, Franz Heinz
- Sprache
- Erscheinungsdatum
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- (Paperback),
- Buchzustand
- Beschädigt
- Preis
- € 8,94
Keiner hat bisher bewertet.
- Untertitel
- Zeichnungen und Texte 1979/84
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Gert Fabritius, Franz Heinz
- Verlag
- Die Künstlergilde
- Einband
- Paperback
- ISBN10
- 3925125000
- ISBN13
- 9783925125003
- Reihe
- Schlagwörter
- Kunst & Kultur, Historisches Thema, Psychologische Thematik, Philosophie, Spiritualität, Gesellschaftskritik
- Beschreibung
- Diese Zeichnungen und Texte sind ein Versuch zur Standortbestimmung in einer von Bewegung und Veränderung gekennzeichneten Zeit. Veränderung und Anpassung tauschen nicht darüber hinweg, daß auch heute für die humane Existenz das Ererbte ebenso unvermeidlich wie unerläßlich ist. Die Vergangenheit ist interpretierbar, nicht aber auch austauschbar. Es steht uns nicht frei, mit ihr oder ohne sie zu leben. Gegenwart und Zukunft wachsen aus ihr und tragen die gleiche Narbe im Gesicht. Sie hat einen langen Atem und verleiht auch den unscheinbaren Dingen Beständigkeit. Oder doch die Illusion von Beständigkeit. Denn die Zeit verwandelt auch das Bleibende oder setzt uns doch andere Brillen auf für dieselbe Kurzsichtigkeit. So kann auch die Standortbestimmung nicht auf der Suche nach einem Fixpunkt sein. Religionen und Ideologien machen deutlich, daß Standorte versetzbar sind. Aber es ist jeweils nur eine Versetzung in eine andere Ebene nicht auch in eine andere Rotation. Kein Verlust ist somit endgültig, jeder Gewinn ist nur ein Wiedergewinn. Alles war schon, und alles muß neu erworben werden.




