Mehr zum Buch
Fergusons Versuch präsentiert zentrale und originelle soziologische Leitgedanken, die das Zusammenleben der Menschen in Gruppen sowie deren gesellschaftliche Verhaltensweisen, Normen und Prozesse als „Grundtatsachen“ der menschlichen Geschichte begreifen. Diese soziologischen Einsichten sind jedoch nicht Selbstzweck; sie bilden eine umfassende Kritik an der „verfeinerten“ Kommerzgesellschaft seiner Zeit. Ferguson setzt sich mit den politisch-moralischen Maßstäben des antiken Republikanismus und Humanismus auseinander, um Grundlagen einer wahren „bürgerlichen Gesellschaft“ zu entwickeln und die Unterschiede und Gemeinsamkeiten verschiedener Gesellschaften zu untersuchen. Dabei werden sowohl „wilde“ als auch „barbarische“ Gesellschaften betrachtet, ebenso wie die „verfeinerten“ und „kommerzialisierten“ Gesellschaften seiner Umgebung. Diese Perspektive ermöglicht grundlegende Einsichten, die über die zeitgenössische Zivilisationskritik hinausgehen. Im Zentrum steht der Prozess der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, den Ferguson als Quelle von Ökonomie und Produktivität anerkennt und begrüßt. Gleichzeitig kritisiert er die negativen Auswirkungen dieser Arbeitsteilung, die zu Entfremdung, politischer Apathie und Korruption führen können. Er beleuchtet die Grenzen, die dem Fortschritt der Arbeitsteilung und deren Produktivität durch ökonomische, soziale, kulturelle und politische Folgen gesetzt sind.
Buchkauf
Versuch über die Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft, Adam Ferguson, Zwi Batscha, Hans Medick
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 1986
- product-detail.submit-box.info.binding
- (Hardcover),
- Buchzustand
- Gebraucht - Sehr gut
- Preis
- € 10,99
Keiner hat bisher bewertet.
- Titel
- Versuch über die Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft
- Untertitel
- Hrsg. u. eingel. v. Zwi Batscha u. Hans Medick
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Adam Ferguson, Zwi Batscha, Hans Medick
- Verlag
- Suhrkamp
- Erscheinungsdatum
- 1986
- Einband
- Hardcover
- Seitenzahl
- 472
- ISBN10
- 3518577565
- ISBN13
- 9783518577561
- Reihe
- Schlagwörter
- Historisches Thema, Geschichte, Ökonomie, Weltgeschichte
- Beschreibung
- Fergusons Versuch präsentiert zentrale und originelle soziologische Leitgedanken, die das Zusammenleben der Menschen in Gruppen sowie deren gesellschaftliche Verhaltensweisen, Normen und Prozesse als „Grundtatsachen“ der menschlichen Geschichte begreifen. Diese soziologischen Einsichten sind jedoch nicht Selbstzweck; sie bilden eine umfassende Kritik an der „verfeinerten“ Kommerzgesellschaft seiner Zeit. Ferguson setzt sich mit den politisch-moralischen Maßstäben des antiken Republikanismus und Humanismus auseinander, um Grundlagen einer wahren „bürgerlichen Gesellschaft“ zu entwickeln und die Unterschiede und Gemeinsamkeiten verschiedener Gesellschaften zu untersuchen. Dabei werden sowohl „wilde“ als auch „barbarische“ Gesellschaften betrachtet, ebenso wie die „verfeinerten“ und „kommerzialisierten“ Gesellschaften seiner Umgebung. Diese Perspektive ermöglicht grundlegende Einsichten, die über die zeitgenössische Zivilisationskritik hinausgehen. Im Zentrum steht der Prozess der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, den Ferguson als Quelle von Ökonomie und Produktivität anerkennt und begrüßt. Gleichzeitig kritisiert er die negativen Auswirkungen dieser Arbeitsteilung, die zu Entfremdung, politischer Apathie und Korruption führen können. Er beleuchtet die Grenzen, die dem Fortschritt der Arbeitsteilung und deren Produktivität durch ökonomische, soziale, kulturelle und politische Folgen gesetzt sind.


