Als Student der Naturwissenschaften verließ Freddy Montgomery Irland, um in den USA Karriere zu machen. Er heiratete eine Amerikanerin, doch beide stiegen nach wenigen Jahren aus dem Wissenschaftsbetrieb aus, vertrödelten ihre Zeit und vergeudeten Geld und Talent. Von einem zwielichtigen Menschen musste Freddy sich in einer finanziellen Notlage Geld leihen, und als dieser ihn plötzlich massiv unter Druck setzt, sieht er sich gezwungen, nach Irland zurückzukehren, um dort die nötige Summe aufzutreiben. Die frühere Heimat ist ihm fremd geworden, die Wiederbegegnungen mit Menschen lösen Lawinen von Selbstzweifeln und Selbstbefragung aus. Um Geld aufzutreiben, besucht er einen befreundeten Kunstsammler. Bei dem Versuch, ein Bild zu stehlen, wird er vom Dienstmädchen überrascht. Als sie sich zur Wehr setzt, bringt er sie um. Die wenigen Tage vor seiner Verhaftung durchlebt er in einem Taumel der Verzweiflung, des Alkoholrauschs und des Selbstekels. Freddy Montgomery bekennt sich ohne Uschweife des Mordes schuldig und mit der Niederschrift seines Bekenntnisses will er seinen Lebensweg erzählen.
Frames: Die Freddie Montgomery Trilogie Reihe
Diese fesselnde Trilogie befasst sich mit der Komplexität menschlicher Wahrnehmung, Erinnerung und der schwer fassbaren Natur der Wahrheit. Durch unzuverlässige Erzähler webt jeder Teil meisterhaft ein verworrenes Netz aus Beziehungen und Geheimnissen. Leser werden von der Spannung und der raffinierten Erkundung dessen gefesselt sein, wie Kunst und Beweise unser Verständnis der Realität prägen.



Empfohlene Lesereihenfolge
Auf einer kleinen Insel in der irischen See leben drei Männer in einem düsteren Herrenhaus: ein begnadigter Mörder, ein Kunstexperte und das Faktotum Lux. Als eine Gruppe von Ausflüglern in der trügerischen Idylle strandet, gerät nicht nur das fragile Gleichgewicht der drei Männer ins Wanken, es beginnt auch ein rätselhaftes Wechselspiel aus Traum, Fiktion und Wirklichkeit.
Athena
- 284 Seiten
- 10 Lesestunden
John Banville erzählt die faszinierende Geschichte des Kunstexperten Morrow, der von einem windigen Auftraggeber in ein Dubliner Haus bestellt wird, um dort die Echtheit von acht niederländischen Barockbildern zu prüfen. In diesem Haus trifft er A., jung, schön, geheimnisvoll, und er verfällt ihr. Verführung, Voyeurismus, Täuschung und Raub: Die mythologischen Themen der Bilder spiegeln sich in seiner Beziehung zu A. Sie ist seine Liebe, sein Alpha und Omega, seine Athena, die er verlieren wird. Doch Morrow taumelt nicht nur durch das Labyrinth dieser Liebe. Er muß sich auch um seine exzentrische alte Tante kümmern, die nicht immer die ist, die sie zu sein scheint. Echt ist aber ihr grotesker Tod, das erkennt Morrow, der im eigenen Leben nicht zwischen echt und falsch unterscheiden kann. Lüge, Fälschung, Trompel'oeil - die Wirklichkeit entzieht sich, um sich ihm im Spiegel der Kunst wieder entgegenzuneigen, bis er schließlich in eine tragikomische Falle tappt.