Chronik des eigenen TodesNachdem Christopher Hitchens die Diagnose seiner tödlichen Krankheit erhalten hatte, schrieb er, die von Elisabeth Kübler-Ross etablierte Theorie der verschiedenen Stufen des Sterbens träfe auf ihn nicht zu. Anfangs hätte er zwar seinen Zustand geleugnet, dann Zorn und Depression aber übersprungen: »Ich habe den Sensenmann herausgefordert, es mir so richtig zu zeigen – und muss nun vor etwas kapitulieren, das so vorhersehbar und banal ist, dass es selbst mich langweilt.«Zeit seines Lebens war Christopher Hitchens ein scharfzüngiger Redner und erbarmungsloser Diskutant in politischen und weltanschaulichen Debatten. Wenn er zur Hochform auflief, waren ihm auch die gewandtesten Gegner nicht mehr gewachsen. Der gebürtige Brite lehrte seine Wahlheimat USA in den drei Jahrzehnten, in denen er dort lebte, das Fürchten, indem er deren Kriegsverbrechen und Bigotterie an den Pranger stellte wie niemand sonst. Während der Lesereise zu seiner Autobiographie Hitch 22 hatte Christopher Hitchens einen Zusammenbruch, der mit unerträglichen Schmerzen in der Brust einherging. Die Ärzte diagnostizierten Speiseröhrenkrebs. Diese Diagnose war, wie er später schrieb, seine »Deportation vom Land der Gesunden über die klar gezogene Grenze, die das Gelände der Krankheit davon trennt«. Was als ein Schreiben über die Krankheit beginnt, wird zu Hitchens’ letztem Buch, ein Text über das Leiden und Sterben, über den eigenen Tod.
Christopher Hitchens Bücher
Christopher Hitchens war ein Polemiker und Intellektueller, dessen Schriften sich durch scharfsinnige Analysen und einen kompromisslosen Stil auszeichneten. Während er sich anfangs der radikalen Linken zuordnete, entwickelten sich seine Ansichten im Laufe der Zeit, was zu bemerkenswerten Verschiebungen seiner politischen Haltung führte. Er setzte sich für aufklärerische Werte wie Säkularismus, Humanismus und Vernunft ein und kritisierte gleichzeitig scharf religiöse Dogmen und politische Persönlichkeiten, die er als schädlich erachtete. Sein literarisches Werk wird bis heute für seine intellektuelle Strenge und seine furchtlose Auseinandersetzung mit etablierten Wahrheiten gefeiert.







Vanity fair portraits
- 383 Seiten
- 14 Lesestunden
Von Edward Steichen und Cecil Beaton bis Annie Leibovitz und Mario Testino – Vanity Fair Portraits feiert 95 Jahre Photogeschichte, mit Klassikern der Portraitkunst, die von Vanity Fair in Auftrag gegeben und veröffentlicht wurden. Diese Portraits wurden zu Ikonen der bekanntesten Figuren aus Film, Musik, Sport, Wirtschaft und Politik. Vanity Fair Portraits ist eine Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts und ihrer führenden Persönlichkeiten. Leitfaden sind die Seiten des Magazins, das die Moderne mit eingeleitet hat und zu einer festen Größe des Lebens im 20. Jahrhunderts geworden ist. Dieser Band versammelt über 300 Photographien aus beiden Epochen des Erscheinens von Vanity Fair und bietet ein Feuerwerk an Prominenz, Talent und Glamour. In der ersten Ära – 1913 bis 1936 – dominieren Figuren aus dem Zeitalter des Jazz und Stars wie Pablo Picasso, Amelia Earhart, Cary Grant und Katharine Hepburn. Die zweite Ära – von der Neugründung 1983 bis heute – bringt Hollywood-Stars, Schriftsteller, Sportler, Stilikonen und große Namen aus Wirtschaft und Politik, mit Portraits von Robert de Niro, Arthur Miller, Madonna, Margaret Thatcher, Rupert Murdoch und vielen anderen. Vanity Fair Portraits bündelt wie ein Brennglas die Energie des Magazins, das mit dem Versprechen antrat, 'eine Dinner- Party auf fünfzig Meter in Brand zu setzen' und zeigt, warum es zur wichtigsten Plattform für photographische Ikonographie geworden ist.
Christopher Hitchens über Thomas Paine, Die Rechte des Menschen
- 144 Seiten
- 6 Lesestunden
»Die Vernunft ist das gewaltigste Rüstzeug gegen alle Arten von Irrtümern.« Thomas Paine, revolutionärer Demokrat, wurde mit seiner 1791/92 erschienenen Streitschrift für die Menschenrechte und einen republikanisch verfassten Staat zum wichtigsten Mittler zwischen der Aufklärung des 18. und den Freiheitsbestrebungen des 19. Jahrhunderts. Seine liberalen und sozialen Ideen wirken auch heute noch sehr modern.
Eine Lichtgestalt der Diplomatie, einen Superstar der Außenpolitik, ja einen "Weltenlenker" (DIE ZEIT) hat man Henry Kissinger genannt. Kaum ein Außenpolitiker des 20. Jahrhunderts ist mit so überschwenglichen Ruhmesworten gefeiert worden wie Henry Kissinger. Wer bislang Henry Kissinger Vorwürfe zu machen hatte, er habe sich im Zuge seiner heldenhaften Missionen Fehler zu Schulden kommen lassen, hat das zumeist nur hinter vorgehaltener Hand geäußert. Zum ersten Mal hat der englische Journalist Christopher Hitchens anhand bislang verschlossener Quellen den Beweis geführt, dass Kissinger sogar Strafverfolgung verdiene "wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und wegen Verschwörung zu Mord, Entführung und Folter."
Widerwort
- 200 Seiten
- 7 Lesestunden
Der Herr ist kein Hirte
Wie Religion die Welt vergiftet
Das Kultbuch für Ungläubige und alle, die es werden wollen Religion und der Glaube an Gott sind von Menschen gemachte Dinge, die „alles vergiften“. Christopher Hitchens, erfolgreicher Journalist und bekennender Atheist, beschreibt prägnant und schonungslos, wie Religion zur Gewalttätigkeit gegen Andersgläubige und Ungläubige führt. In seinem fulminanten Rundumschlag beleuchtet er Entstehung, Verbreitung und Wirkung von Glaubensgemeinschaften und macht deutlich, wie verheerend ihr Einfluss auf Politik und Gesellschaft gerade heute (wieder) ist.DIE Antwort auf das Thema Glauben: informativ, unterhaltsam, provokant.
The Hitch: das bewegte Leben eines der einflussreichsten und streitbarsten Denker Ikonen von ihrem Sockel zu stürzen war ein Anliegen, das Christopher Hitchens mit der Nonchalance eines Salonlöwen und der Unerbittlichkeit eines Rottweilers verfolgte – wie seine Biografien über Mutter Teresa, Henry Kissinger und Bill Clinton beweisen. Mit „The Hitch“ hinterfragte der Bestsellerautor, Journalist, Bonvivant und Provokateur seinen eigenen, fast schon ikonenhaften Status als „wahrscheinlich klügster Kopf seiner Generation“ (DIE WELT). In seiner Autobiografie tritt „The Hitch” selbst ungeschminkt vor den Spiegel. Wie ein britischer Trotzkist, in der ersten Reihe der Vietnamkriegsgegner, nach dem 11. September die amerikanische Staatsbürgerschaft annimmt und bis heute zu den prominentesten und umstrittensten Befürwortern des Irakkriegs zählt. Wie der zum christlichen Glauben erzogene Sohn einer freigeistigen Mutter, die bis zu ihrem Selbstmord ihre jüdische Herkunft geheim hielt, seine atheistischen Ansichten zum Weltbestseller macht. Wie ein auf Kuba kaffeepflückender junger Linksintellektueller gegen das Establishment anstürmt und sich beim Cocktail mit Margaret Thatcher wiederfindet. „The Hitch” ist die Roadmap für ein Leben, das nichts, wirklich nichts ausgelassen hat.
Diaries - 2: The Sixties
Diaries Volume Two, 1960-1969
This second volume of Christopher Isherwood's remarkable diaries begins on his fifty-sixth birthday, capturing the transition from the fifties to a decade of social and sexual revolution. Isherwood takes readers through the bohemian landscape of Southern California, the liberated atmosphere of London, the vibrant cosmopolitanism of New York, and the rugged Australian outback. He chronicles his spiritual quest guided by his Hindu guru and shares the emotional complexities of his relationship with American painter Don Bachardy, who is thirty years his junior and navigating his own artistic path. The diaries are filled with sharp gossip and psychological insights about cultural icons of the era, including Francis Bacon, Richard Burton, and Mick Jagger. However, they are most revealing about Isherwood himself—his literary works, film writing, college teaching, and romantic entanglements. He seamlessly connects diverse topics, from Beckett to Brando and the opening of "Cabaret" to a detailed analysis of Gide. The backdrop includes significant political and historical events: the Cold War anxieties, Gagarin's spaceflight, the Vietnam War, and the Summer of Love. Isherwood, known for his prophetic portrayals of a morally bankrupt Europe before World War II, offers an unparalleled chronicle of the decade that profoundly influences contemporary life.
For the Sake of Argument
- 480 Seiten
- 17 Lesestunden
Ten years since the death of the world-renowned and controversial intellectual, this stylish edition is one of twelve commemorating Christopher Hitchens' most wry and provocative works.
Arguably: Essays
- 788 Seiten
- 28 Lesestunden
Essayist Christopher Hitchens ruminates on why Charles Dickens was among the best of writers and the worst of men, the haunting science fiction of J.G. Ballard, the enduring legacies of Thomas Jefferson and George Orwell, the persistent agonies of anti-Semitism and jihad, the enduring relevance of Karl Marx, and how politics justifies itself by culture--and how the latter prompts the former.


