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Zur Verfassung Europas

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Die Euro-Krise und die oft populistischen politischen Reaktionen lassen das Scheitern des europäischen Projekts als realistisch erscheinen. In seinem Essay verteidigt Jürgen Habermas Europa gegen diese Skepsis und bietet ein neues, überzeugendes Narrativ für die Geschichte und Zukunft der Europäischen Union. Er räumt Denkblockaden zur Transnationalisierung der Demokratie aus dem Weg, indem er den Einigungsprozess in den Kontext der Verrechtlichung und Zivilisierung staatlicher Gewalt einordnet. Habermas appelliert an die Politik, das europäische Projekt von den geschlossenen Räumen in die Öffentlichkeit zu bringen und einen offenen, argumentativen Meinungskampf zu führen. Neben diesem zentralen Essay enthält der Band den Aufsatz „Das Konzept der Menschenwürde und die realistische Utopie der Menschenrechte“ aus dem Jahr 2010 sowie drei Interventionen, die Habermas seit der Finanzkrise veröffentlicht hat. Er betont, dass das politisch ungesteuerte Wachstum der Komplexität in der Weltgesellschaft den Handlungsspielraum der Nationalstaaten einschränkt und fordert, die politischen Handlungsfähigkeiten über nationale Grenzen hinaus zu erweitern, was aus dem normativen Sinn der Demokratie selbst hervorgeht.

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Zur Verfassung Europas, Jürgen Habermas

Sprache
Erscheinungsdatum
2012
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Titel
Zur Verfassung Europas
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Jürgen Habermas
Verlag
BpB
Erscheinungsdatum
2012
Seitenzahl
129
ISBN10
3838902629
ISBN13
9783838902623
Reihe
Originaltitel
Zur Verfassung Europas
Bewertung
3,25 von 5 Sternen
Beschreibung
Die Euro-Krise und die oft populistischen politischen Reaktionen lassen das Scheitern des europäischen Projekts als realistisch erscheinen. In seinem Essay verteidigt Jürgen Habermas Europa gegen diese Skepsis und bietet ein neues, überzeugendes Narrativ für die Geschichte und Zukunft der Europäischen Union. Er räumt Denkblockaden zur Transnationalisierung der Demokratie aus dem Weg, indem er den Einigungsprozess in den Kontext der Verrechtlichung und Zivilisierung staatlicher Gewalt einordnet. Habermas appelliert an die Politik, das europäische Projekt von den geschlossenen Räumen in die Öffentlichkeit zu bringen und einen offenen, argumentativen Meinungskampf zu führen. Neben diesem zentralen Essay enthält der Band den Aufsatz „Das Konzept der Menschenwürde und die realistische Utopie der Menschenrechte“ aus dem Jahr 2010 sowie drei Interventionen, die Habermas seit der Finanzkrise veröffentlicht hat. Er betont, dass das politisch ungesteuerte Wachstum der Komplexität in der Weltgesellschaft den Handlungsspielraum der Nationalstaaten einschränkt und fordert, die politischen Handlungsfähigkeiten über nationale Grenzen hinaus zu erweitern, was aus dem normativen Sinn der Demokratie selbst hervorgeht.