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Ein Tag, eine Nacht in der afrikanischen Millionenstadt Abidjan. Ein Fest in der Kneipe von Tante Akissi, ein Abschiedsessen für Idjatou, die am nächsten Tag nach Brüssel fliegen will. Studenten aus Guinea, die vor dem Terrorregime ihrer Heimat geflohen sind, spielen das »Wahrheitsspiel«. Niemand ist der, für den er sich ausgibt. Exil verändert die Menschen; überkommene Werte und Moralvorstellungen verlieren ihre Bedeutung. Die Wahrheit ist schwer erträglich: Aus dem Wahrheitsspiel wird ein Todesspiel. Badio, der Ich-Erzähler und Aushilfslehrer in Geldnöten, versucht, sich in der Stadt durchzuschlagen und mit seiner Heimweh umzugehen. Die Gespräche drehen sich um Elgass, den Anführer der Studentengruppe, der ermordet wurde. Wer hat ihn getötet? Und wer hat seine minderjährige Schwester Idjatou, die von den Studenten beschützt wird, verführt und um ihr Erbe betrogen? Das Wahrheitsspiel bringt alles ans Licht. Die Demontage von Sehnsüchten und Idealen wird durch die Vitalität und Schärfe der Sprache des Autors verstärkt: Ironie, Spott, Sarkasmus und Trauer fesseln die Leser. Mit einer neuen Sprache, die den bitteren Realitäten seines Kontinents auf den Grund geht, überwindet der Autor den realistischen Roman der vor- und nachkolonialen Zeit. Dies ist ein bedeutender Großstadtroman aus dem modernen Afrika und ein eindrucksvoller Roman des Exils.

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Erscheinungsdatum
1996
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(Hardcover)
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Titel
Zahltag in Abidjan
Sprache
Deutsch
Verlag
Hammer
Erscheinungsdatum
1996
Einband
Hardcover
ISBN10
3872946420
ISBN13
9783872946423
Reihe
Bewertung
2 von 5 Sternen
Beschreibung
Ein Tag, eine Nacht in der afrikanischen Millionenstadt Abidjan. Ein Fest in der Kneipe von Tante Akissi, ein Abschiedsessen für Idjatou, die am nächsten Tag nach Brüssel fliegen will. Studenten aus Guinea, die vor dem Terrorregime ihrer Heimat geflohen sind, spielen das »Wahrheitsspiel«. Niemand ist der, für den er sich ausgibt. Exil verändert die Menschen; überkommene Werte und Moralvorstellungen verlieren ihre Bedeutung. Die Wahrheit ist schwer erträglich: Aus dem Wahrheitsspiel wird ein Todesspiel. Badio, der Ich-Erzähler und Aushilfslehrer in Geldnöten, versucht, sich in der Stadt durchzuschlagen und mit seiner Heimweh umzugehen. Die Gespräche drehen sich um Elgass, den Anführer der Studentengruppe, der ermordet wurde. Wer hat ihn getötet? Und wer hat seine minderjährige Schwester Idjatou, die von den Studenten beschützt wird, verführt und um ihr Erbe betrogen? Das Wahrheitsspiel bringt alles ans Licht. Die Demontage von Sehnsüchten und Idealen wird durch die Vitalität und Schärfe der Sprache des Autors verstärkt: Ironie, Spott, Sarkasmus und Trauer fesseln die Leser. Mit einer neuen Sprache, die den bitteren Realitäten seines Kontinents auf den Grund geht, überwindet der Autor den realistischen Roman der vor- und nachkolonialen Zeit. Dies ist ein bedeutender Großstadtroman aus dem modernen Afrika und ein eindrucksvoller Roman des Exils.