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Die Jugend des Königs Henri Quatre

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Während seiner ersten Frankreichreise 1893 begegnete Heinrich Mann dem Thema, das ihn vier Jahrzehnte beschäftigen sollte: die Lebensgeschichte von Henri Bourbon, König von Navarra, der unter dem Herrschernamen Heinrich IV. zum großen Einiger Frankreichs wurde. Er ging mit dem Toleranzedikt von Nantes in die Geschichtsbücher ein, das einen Ausgleich zwischen Hugenotten und Katholiken schaffen sollte, und prägte den Satz: 'Paris ist eine Messe wert'. Menschlichkeit war ihm wichtiger als Doktrin. Heinrich IV. (1553-1610) war Teil der frühen Aufklärung, beeinflusst von der kalvinistischen Reformation, und strebte danach, Frankreich zum 'Vorposten der menschlichen Freiheiten' zu machen. Jeder Franzose sollte sich am Sonntag 'ein Huhn im Topf' leisten können. Heinrich Mann begann die Niederschrift dieses über 1500 Seiten umfassenden, zweibändigen Romans vor seiner Flucht aus Berlin, als die Bedrohung durch die Nazis bereits spürbar war. Der Großteil des Werks entstand im französischen Exil. In seinen Henri-Quatre-Romanen nutzt Mann den historischen Roman als Mittel der politischen Kritik. Die reaktionäre katholische 'Liga', die mit Gewalt ihre Macht zu sichern sucht, steht metaphorisch für die Nazis; einige Figuren im Roman tragen Züge von Hitler und Goebbels.

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Die Jugend des Königs Henri Quatre, Heinrich Mann

Sprache
Erscheinungsdatum
1998
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(Hardcover)
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Heinrich Mann
Erscheinungsdatum
1998
Einband
Hardcover
Seitenzahl
725
ISBN10
3100478134
ISBN13
9783100478139
Erstveröffentlichung
1935
Originaltitel
Die Jugend des Königs Henri Quatre
Bewertung
4,05 von 5 Sternen
Beschreibung
Während seiner ersten Frankreichreise 1893 begegnete Heinrich Mann dem Thema, das ihn vier Jahrzehnte beschäftigen sollte: die Lebensgeschichte von Henri Bourbon, König von Navarra, der unter dem Herrschernamen Heinrich IV. zum großen Einiger Frankreichs wurde. Er ging mit dem Toleranzedikt von Nantes in die Geschichtsbücher ein, das einen Ausgleich zwischen Hugenotten und Katholiken schaffen sollte, und prägte den Satz: 'Paris ist eine Messe wert'. Menschlichkeit war ihm wichtiger als Doktrin. Heinrich IV. (1553-1610) war Teil der frühen Aufklärung, beeinflusst von der kalvinistischen Reformation, und strebte danach, Frankreich zum 'Vorposten der menschlichen Freiheiten' zu machen. Jeder Franzose sollte sich am Sonntag 'ein Huhn im Topf' leisten können. Heinrich Mann begann die Niederschrift dieses über 1500 Seiten umfassenden, zweibändigen Romans vor seiner Flucht aus Berlin, als die Bedrohung durch die Nazis bereits spürbar war. Der Großteil des Werks entstand im französischen Exil. In seinen Henri-Quatre-Romanen nutzt Mann den historischen Roman als Mittel der politischen Kritik. Die reaktionäre katholische 'Liga', die mit Gewalt ihre Macht zu sichern sucht, steht metaphorisch für die Nazis; einige Figuren im Roman tragen Züge von Hitler und Goebbels.