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Luo ist ein begnadeter Erzähler, und wenn er ins Kino in die Kreisstadt fährt, warten die Dorfbewohner gespannt auf seine detaillierte Nacherzählung der Filme. Selbst der herrische Dorfvorsteher lässt sich von seiner Kunst erweichen. Als Luo krank wird und die kleine Schneiderin vier Hexen zur Heilung holt, weinen die Frauen bei der Geschichte vom koreanischen Blumenmädchen. In Luo finden sie ihren Meister: "Was für ein Zauberer, dieser Luo!" In einem autobiografisch angehauchten Roman wird Luo zusammen mit dem Ich-Erzähler Anfang 1971 zur "kulturellen Umerziehung durch die revolutionären Bauern" in ein Bergdorf geschickt. Zuvor wurde sein Vater im kommunistischen China verurteilt. Auf dem Land entdecken die beiden Studenten einen Koffer mit westlicher Literatur und die Schönheit der kleinen Schneiderin, deren glänzende Augen Luo verzaubern. Er muss sich zwischen seinen beiden neuen Lieben entscheiden, doch die Handlung nimmt eine unerwartete Wendung. "Wir flüsterten Namen in die Dunkelheit", heißt es, als sie über verbotene Bücher sprechen und dabei fremde, geheimnisvolle Welten beschwören. Genau das gelingt dem Autor mit diesem wunderschönen Roman, dessen poetische Magie sich kaum in Worte fassen lässt. Was für ein Zauberer, dieser Dai Sijie!
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Balzac und die kleine chinesische Schneiderin, Dai Sijie, Edgar M. Böhlke
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 2002
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- (Andere)
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- Untertitel
- Ungek. Lesung.
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Dai Sijie, Edgar M. Böhlke
- Erscheinungsdatum
- 2002
- Einband
- Andere
- ISBN10
- 3886985644
- ISBN13
- 9783886985647
- Reihe
- Schlagwörter
- Belletristik, Historische Romane, Kunst, Musikalische Thematik, Liebe, Familie, Frauen, Klassiker, Politik, Freundschaft, Verfilmt, China, Kommunismus, Über Bücher, Armut, Chinesische Literatur, Studenten, Chinesische Kulturrevolution (1966–1976)
- Erstveröffentlichung
- 2000
- Originaltitel
- Balzac et la petite tailleuse chinoise
- Bewertung
- 3,65 von 5 Sternen
- Beschreibung
- Luo ist ein begnadeter Erzähler, und wenn er ins Kino in die Kreisstadt fährt, warten die Dorfbewohner gespannt auf seine detaillierte Nacherzählung der Filme. Selbst der herrische Dorfvorsteher lässt sich von seiner Kunst erweichen. Als Luo krank wird und die kleine Schneiderin vier Hexen zur Heilung holt, weinen die Frauen bei der Geschichte vom koreanischen Blumenmädchen. In Luo finden sie ihren Meister: "Was für ein Zauberer, dieser Luo!" In einem autobiografisch angehauchten Roman wird Luo zusammen mit dem Ich-Erzähler Anfang 1971 zur "kulturellen Umerziehung durch die revolutionären Bauern" in ein Bergdorf geschickt. Zuvor wurde sein Vater im kommunistischen China verurteilt. Auf dem Land entdecken die beiden Studenten einen Koffer mit westlicher Literatur und die Schönheit der kleinen Schneiderin, deren glänzende Augen Luo verzaubern. Er muss sich zwischen seinen beiden neuen Lieben entscheiden, doch die Handlung nimmt eine unerwartete Wendung. "Wir flüsterten Namen in die Dunkelheit", heißt es, als sie über verbotene Bücher sprechen und dabei fremde, geheimnisvolle Welten beschwören. Genau das gelingt dem Autor mit diesem wunderschönen Roman, dessen poetische Magie sich kaum in Worte fassen lässt. Was für ein Zauberer, dieser Dai Sijie!











