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Wenn man den Dichter nennen müsste, der den tiefsten Einfluss auf die Poesie des frühen 20. Jahrhunderts ausgeübt hat, wäre es Rimbaud. Mit noch größerer Kühnheit als Baudelaire erweiterte er das Erkundungsfeld der Poesie. Vor ihm war die poetische Erfahrung hauptsächlich die Erfahrung literarischer Schöpfung. Nach ihm wird die Poesie zu einem Mittel des Wissens. Er zögerte nicht, sich mit dem unkenntlichen Teil seiner selbst in Verbindung zu setzen. Dort entdeckte er ein großes Spiel von Bildern, zerplatzten Blumen, Mädchen mit orangenen Lippen, Sintfluten und Wundern, ein Spiel, dessen jede Figur wie eine Botschaft erscheint, die mit einem unverständlichen und heiligen Siegel versehen ist. Rimbaud befreite daraufhin alle Phänomene des Unbewussten, bereitete die Wege des Surrealismus vor und schuf, wenn man so will, ein neues Mysterium, dessen Symbole dem Wundervollen und Fantastischen fremd bleiben. Nach 1872 schrieb Arthur Rimbaud praktisch keine Verse mehr. In diesem ersten Band sind seine vollständigen Gedichte sowie seine frühen Prosa-Texte versammelt, die eng an das heranreichen, was seine Gedichte an ihrer Quelle waren.
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Poèsies. Gedichte, Arthur Rimbaud
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 2007
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- (Paperback)
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