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Neurosen

Fallgeschichten

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Die englische Originalausgabe erschien 1929 in London unter dem Titel ›Problems of Neurosis‹, herausgegeben von Philip Mairet, einem Journalisten, der selbst über Individualpsychologie schrieb. Eine zweite Ausgabe folgte 1964 in New York bei Harper & Row als ›Harper Torchbook‹. In der Einführung zu dieser Ausgabe betont Heinz L. Ansbacher, dass das Buch auf Manuskripten und Vorlesungsmitschriften basiert, die Adler zur Bearbeitung an Mairet übergab. Ansbacher führt Kapitelüberschriften und die Titel zu den 37 Fällen ein, um dem Leser die Orientierung zu erleichtern. Diese Übersetzung beruht auf der genannten Ausgabe und ist in allgemeinverständlicher Sprache verfasst. Adler geht davon aus, dass das Individuum einem einheitlichen, selbstgestellten Ziel zustrebt. Dadurch entfallen die Voraussetzungen für dramatische Inszenierungen von Konflikten und tragischen Helden. Stattdessen wird prosaisch von Fehlern, falschen Einstellungen und Lebensaufgaben gesprochen, deren Lösungen mehr oder weniger gelungen sind. Leser, die an Trieben und Instanzen als lebendige Wesenheiten gewöhnt sind, könnten einiges vermissen. Wer jedoch erkennt, dass es sich um Konstruktionen handelt, kann prüfen, ob diese Denkwerkzeuge unverzichtbar sind und ob die Individualpsychologie ebenso effektive Ansätze zur Behandlung von Neurosen bietet.

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Neurosen, Alfred Adler

Sprache
Erscheinungsdatum
1981
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(Paperback)
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Untertitel
Fallgeschichten
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Alfred Adler
Erscheinungsdatum
1981
Einband
Paperback
ISBN10
3596267358
ISBN13
9783596267354
Reihe
Bewertung
3,85 von 5 Sternen
Beschreibung
Die englische Originalausgabe erschien 1929 in London unter dem Titel ›Problems of Neurosis‹, herausgegeben von Philip Mairet, einem Journalisten, der selbst über Individualpsychologie schrieb. Eine zweite Ausgabe folgte 1964 in New York bei Harper & Row als ›Harper Torchbook‹. In der Einführung zu dieser Ausgabe betont Heinz L. Ansbacher, dass das Buch auf Manuskripten und Vorlesungsmitschriften basiert, die Adler zur Bearbeitung an Mairet übergab. Ansbacher führt Kapitelüberschriften und die Titel zu den 37 Fällen ein, um dem Leser die Orientierung zu erleichtern. Diese Übersetzung beruht auf der genannten Ausgabe und ist in allgemeinverständlicher Sprache verfasst. Adler geht davon aus, dass das Individuum einem einheitlichen, selbstgestellten Ziel zustrebt. Dadurch entfallen die Voraussetzungen für dramatische Inszenierungen von Konflikten und tragischen Helden. Stattdessen wird prosaisch von Fehlern, falschen Einstellungen und Lebensaufgaben gesprochen, deren Lösungen mehr oder weniger gelungen sind. Leser, die an Trieben und Instanzen als lebendige Wesenheiten gewöhnt sind, könnten einiges vermissen. Wer jedoch erkennt, dass es sich um Konstruktionen handelt, kann prüfen, ob diese Denkwerkzeuge unverzichtbar sind und ob die Individualpsychologie ebenso effektive Ansätze zur Behandlung von Neurosen bietet.