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Reise ans Ende der Nacht

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Der erbarmungsloseste Roman des 20. Jahrhunderts beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte des Romans: ein wilder Aufschrei gegen die Verkommenheit einer Welt, die ihre Rechnungen auf Kosten der Armen begleicht, in der Hass und Niedertracht regieren. Kein anderer Roman räumt so radikal mit dem schönen Schein des Bürgertums auf; vor dem Autor hat niemand eine so unversöhnlich wütende Sprache gefunden. Erzählt wird die Lebensreise von Ferdinand Bardamu, einem Medizinstudenten, der sich 1914 als Freiwilliger zur Mobilmachung meldet. Schnell erkennt er den Krieg als apokalyptischen Kreuzzug zur Vernichtung der „lästigen Armen“. Nach dem Krieg gelangt Bardamu nach Afrika, wo er die Lügen und das Elend des Kolonialismus erlebt und schließlich todkrank von Eingeborenen auf eine Galeere nach Amerika verschachert wird. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich wird er Armenarzt und konfrontiert erneut die gleichen Erfahrungen, die das menschliche Dasein prägen: Armut, Hass, Gemeinheit und Verbrechen. Die „Reise“ zeichnet sich durch eine schockierend genaue und düstere Wiedergabe sozialer Verhältnisse aus. Um diese „höllisch reale“ Menschenwelt zu schaffen, entwickelte der Autor eine eigene Sprache voller Stilbrüche, die erst in der Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel auch auf Deutsch zur Geltung kommt.

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Reise ans Ende der Nacht, Louis-Ferdinand Céline

Sprache
Erscheinungsdatum
1977
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(Paperback)
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Sprache
Deutsch
Verlag
Rowohlt
Erscheinungsdatum
1977
Einband
Paperback
ISBN10
3499110210
ISBN13
9783499110214
Reihe
Erstveröffentlichung
1932
Originaltitel
Voyage au bout de la nuit
Bewertung
4,25 von 5 Sternen
Beschreibung
Der erbarmungsloseste Roman des 20. Jahrhunderts beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte des Romans: ein wilder Aufschrei gegen die Verkommenheit einer Welt, die ihre Rechnungen auf Kosten der Armen begleicht, in der Hass und Niedertracht regieren. Kein anderer Roman räumt so radikal mit dem schönen Schein des Bürgertums auf; vor dem Autor hat niemand eine so unversöhnlich wütende Sprache gefunden. Erzählt wird die Lebensreise von Ferdinand Bardamu, einem Medizinstudenten, der sich 1914 als Freiwilliger zur Mobilmachung meldet. Schnell erkennt er den Krieg als apokalyptischen Kreuzzug zur Vernichtung der „lästigen Armen“. Nach dem Krieg gelangt Bardamu nach Afrika, wo er die Lügen und das Elend des Kolonialismus erlebt und schließlich todkrank von Eingeborenen auf eine Galeere nach Amerika verschachert wird. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich wird er Armenarzt und konfrontiert erneut die gleichen Erfahrungen, die das menschliche Dasein prägen: Armut, Hass, Gemeinheit und Verbrechen. Die „Reise“ zeichnet sich durch eine schockierend genaue und düstere Wiedergabe sozialer Verhältnisse aus. Um diese „höllisch reale“ Menschenwelt zu schaffen, entwickelte der Autor eine eigene Sprache voller Stilbrüche, die erst in der Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel auch auf Deutsch zur Geltung kommt.