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Insel Taschenbuch - 1743: Die Mappe meines Urgroßvaters

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Der Erzähler entdeckt das Tagebuch seines Urgroßvaters, eines Arztes im böhmischen Hinterland, der nach einem gescheiterten Selbstmordversuch mit dem Schreiben begann. Stifter widmete sich über zwei Jahrzehnte dieser Erzählung, die er als sein Lieblingskind betrachtete. Entstanden zwischen 1840 und 1841, wurde sie erstmals in der Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode veröffentlicht. Die vollständige Neuausgabe, herausgegeben von Karl-Maria Guth, erschien 2015 und enthält eine Biografie des Autors. Die Textgrundlage stammt aus der Ausgabe von 1959, die die Paginierung der ursprünglichen Veröffentlichung beibehält. Die Umschlaggestaltung verwendet ein Bild von Angelo Bronzino. Adalbert Stifter wuchs in bescheidenen Verhältnissen im Böhmerwald auf, bevor er nach Wien zog, wo er zwischen bürgerlicher Berufstätigkeit und künstlerischem Schaffen schwankte. Er erlebte zeitweiligen Erfolg als Novellist, fiel jedoch nach vernichtenden Kritiken in tiefe Krisen. 1854 fand er als Schulrat ein wirtschaftliches Auskommen, das ihn geistig unterforderte und ihn seine künstlerische Welt erschaffen ließ. Nach jahrelangem Alkoholmissbrauch nahm er sich 1868 das Leben. Sein zentrales Motiv ist die ethische Kraft des sanften Gesetzes im Wechselspiel von Höhen und Tiefen der Natur und des Menschen. Seine detailgetreuen Erzählungen zählen zu den Hauptwerken des Realismus.

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Insel Taschenbuch - 1743: Die Mappe meines Urgroßvaters, Adalbert Stifter, Peter Suhrkamp

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1995
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