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Gottesfinsternis

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Biblisch geprägt bezieht sich der Ausdruck "Gottesfinsternis" auf das jüdische Konzept des hester panim, das Handeln Gottes, sein Angesicht zu verbergen, um seine ungehorsamen Subjekte zu bestrafen. Obwohl diese Idee für viele Menschen tief beunruhigend ist, verwendet Martin Buber den Ausdruck hoffnungsvoll – denn ein sich verbergender Gott ist auch ein Gott, der gefunden werden kann. "Gottesfinsternis" ist eine Sammlung von neun Essays, die sich mit der Beziehung zwischen Religion und Philosophie befassen. Das Buch enthält Bubers Kritik an den thematisch miteinander verbundenen – und doch vielfältigen – Perspektiven von Soren Kierkegaard, Hermann Cohen, C.G. Jung, Martin Heidegger und anderen bedeutenden modernen Denkern. Buber dekonstruiert deren philosophische Auffassungen von Gott und erklärt, warum die Religion die Philosophie benötigt, um das Authentische in spirituellen Begegnungen zu deuten. Er erläutert die religiösen Implikationen der Ich-Du-Beziehung und zeigt auf, wie der ausschließliche Fokus auf wissenschaftliches Wissen in der modernen Welt die Möglichkeit einer persönlichen Beziehung zu Gott blockiert.

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Gottesfinsternis, Martin Buber

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1994
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